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Campus der Religionen nimmt Gestalt an

Architekturwettbewerb entschieden

In aspern Seestadt entsteht mit dem Campus der Religionen ein visionäres Projekt. Zentrale Anliegen sind das konkrete Miteinander, der Austausch und die Kommunikation – einerseits zwischen den Religionsgemeinschaften untereinander, andererseits zwischen Gläubigen, Lehrenden, Studierenden und sonstigen Besucherinnen und Besuchern des Ortes.

Von Beginn an arbeiteten die acht beteiligten Religionsgemeinschaften (Katholische Kirche, Evangelische Kirche A.B., Sikhismus, Judentum, Islam, Neuapostolische Kirche, Buddhismus, Orthodoxe Kirche) über ihre Grenzen hinweg gemeinsam an diesem Projekt. „Der Campus soll ein Ort gelebter religiöser Überzeugungen, Respekt und weltanschaulicher Toleranz werden. Er hat daher hohe Symbolkraft für ganz Wien und wird weit über Wien hinaus wirken. Zeigen wir mit diesem einzigartigen Projekt, dass der Wiener Weg des Miteinanders der Weg in die Zukunft ist“, so Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.

Der Campus der Religionen entsteht nördlich des Sees und in unmittelbarer Nähe der U2-Station Seestadt. Auf einer Grundfläche von rund 10.000 m² soll das konkrete Miteinander in Form von religiösen Bauten ausgedrückt werden, die unter einem Dach an einem gemeinsamen Ort errichtet werden. Daher war eine bauliche Klammer, die die Sakralbauten auf dem Campus verbindet, wesentlicher Bestandteil des Architekturwettbewerbs, der am 17. April 2020 gestartet wurde.

44 Projekte wurden im Rahmen des anonymen, EU-weit ausgeschriebenen, offenen Architekturwettbewerbs eingereicht. Die Projekte wurden seitens der Jury nach den Kriterien der städtebaulichen und baukünstlerischen Qualität, der räumlichen Konzepte für die Innen- und Außenräume, nach Aspekten der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bei Konstruktion, Materialwahl und Energiebedarf sowie nach der Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb beurteilt. Nun wurde das Siegerprojekt gekürt: Der 1. Preis ging an das Architekturbüro Burtscher-Durig ZT GmbH in Wien.

In ihrem Entwurf gruppieren sich die Bauten der Religionsgemeinschaften pavillonartig um einen städtischen Platz, der sanft und unmerklich ansteigt und durch Bäume und eine Pergola beschattet wird. Der Platz ist durch Freiflächen, Gassen, Sitzstufen, Wasserflächen, Zugängen und Gärten auf mehreren Ebenen organisiert. Er ist räumliches Bindeglied und Treffpunkt für den interreligiösen Austausch.

Die religiösen Gebäude haben jeweils Dachgärten, die über in die Außenhaut eingearbeitete Rampen erreichbar und nutzbar sind. Einzelne Wände der Gebäude sind begrünt. Die Dachgärten der Religionsgebäude sind als kontemplative Gärten des Rückzugs und der Besinnung gedacht. Eine Verbindung der verschiedenen Gärten untereinander ermöglicht auch ein Durchwandern der einzelnen Bereiche. Die Jury war von der Eleganz des Entwurfs überzeugt und beurteilte vor allem die harmonische räumliche Abfolge und die geplante Wegführung positiv.

www.campus-der-religionen.at

www.burtscherdurig.at

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