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Überzeugende Architektursprache

Das neue Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen

Seit dem Sommersemester 2014 ist Essen für Medizinstudenten aus aller Welt noch attraktiver... mehr
Seit dem Sommersemester 2014 ist Essen für Medizinstudenten aus aller Welt noch attraktiver geworden. Das neue Lehr- und Lernzentrum (LLZ) der medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen vereint innovative Lehre auf neuestem Stand der Technik mit überzeugender Architektursprache. Der Bund Deutscher Architekten Essen prämierte den Neubau von Architekten Brüning Rein 2014 im Wettbewerb „Auszeichnung guter Bauten“.

Auf dem keilförmigen Grundstück an der Ecke Virchowstraße und Külshammerweg vermittelt das Gebäude mit seiner langen, eleganten Form zwischen zwei Straßenniveaus auf Vorder- und Rückseite, den großmaßstäblichen Gebäuden des Klinikums und der angrenzenden Wohnbebauung. Die Rundungen, die Ziegel und die zurückspringenden Steinreihen zur Betonung des Sockels und der Fensterbänder erinnern an den Expressionismus der 20er-Jahre im Ruhrgebiet.

Einladend wirkt der gebäudehoch eingeschnittene, überdachte Haupteingang. Der zentral gelegene Haupttreppenraum erweitert sich geschossweise in eine gegliederte Foyerfläche, dient der inneren Verteilung und Orientierung und verbindet den als Zweibund ausgebildeten östlichen Gebäudeabschnitt mit dem Gebäudekopf im Westen. Im Gebäudekopf befinden sich die Sonderräume wie der zweigeschossige Hörsaal mit 260 Sitzplätzen. Schmale Lichtschlitze lassen das Tageslicht in den Raum fließen und sorgen ebenso wie die bodentiefen Fenster im Lerncafé des Erdgeschosses für eine angenehme Lernatmosphäre.

Die Lehr- und Aufenthaltsräume sind ohne Abhangdecken und mit deckengleichen Fenstern ausgestattet. Die Technik verbirgt sich im Doppelboden und festen Einbauschränken. Eine besondere Lern-Erfahrung ermöglicht die Simulations-Arena im Untergeschoss: Hier ist die Simulation realitätsnaher Einsatzszenarien auf einer halbrunden, 270 Grad umspannenden Kino-Leinwand mit Bild und Ton möglich. Um die östliche Foyer-Erweiterung sind in den drei oberirdirschen Geschossen die Seminar- und Kleingruppenräume sowie die Skills-Labs angeordnet, in denen Studierende die Handgriffe ihres künftigen Berufsalltags einüben. Die Innenräume sind im Farbsprektrum Weiß-Beige-Hellgrau gehalten. Ausgesuchte Wände sind farbig oder mit Holzoberflächen gestaltet. Die Flur- und Foyerzonen sind mit einem beigen Natursteinboden und hellen Sichtbetonwänden ausgeführt – analog zur Farbigkeit der Fassade aus beige-grauen und beige-grünen original Wasserstrich Backstein Klinkern.

Wertbeständigkeit, Langlebigkeit und Regionalität standen bei der Materialwahl im Vordergrund. Das LLZ wurde von den Architekten als „intelligentes Gebäude“ ausgelegt, in dem die technische Gebäudeausrüstung als homogene Einheit in das Gebäude und die feste Einrichtung integriert ist. Ein Neubau, der die regionale Bautradition zeitgemäß interpretiert, in seinem Inneren modernstes Know-How vermittelt und damit ebenso zeitlos wie zukunftsweisend ist.

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