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Auf geschichtsträchtigem Boden

Auf dem Gelände der Heeresbäckerei entsteht eine Wohnanlage aus Alt und Neu

Die Heeresbäckerei, Teil des ehemaligen Militärensembles der General-Olbricht-Kaserne, befindet... mehr

Die Heeresbäckerei, Teil des ehemaligen Militärensembles der General-Olbricht-Kaserne, befindet sich im Nordwesten der Stadt. Das gesamte Areal entstand zwischen 1895 und 1897 und wurde 1990 entwidmet. Soweit seine kurze Geschichte. Doch wie sieht seine Zukunft aus? Auf jeden Fall vielfältig. Gut durchgegrünt. Und vielleicht auch voller Kinderlachen. Nach und nach wird das Gelände der Heeresbäckerei in eine hochwertige Wohnanlage verwandelt. Dabei verleihen die bestehenden, denkmalgeschützten Gebäude mit ihren geschichtsträchtigen Backsteinfassaden dem Gebiet einen besonderen Charme. Ergänzt durch moderne Wohngebäude wird sich dem Betrachter hier ein spannendes Ensemble aus Alt und Neu bieten.

Weitläufige Grünflächen mit vielgestaltigen Spiel- und Aufenthaltsbereichen kennzeichnen die Mitte, die gemeinschaftlich genutzt werden soll. Um ein Stück weit der Geschichte dieses Ortes zu gedenken, haben Fagus und Seelemann Landschaftsarchitekten inhaltliche Bezüge zu den Themen der Bäckerei und des Rohstoffes Getreide in Form von feldartigen hohen Grasbeständen hergestellt. Wege und Plätze mit öffentlichem Charakter reihen sich als eine Abfolge von Aktionsräumen aneinander. Dazu gehören Sandkästen, Gerätespielplätze, Fußballwiese und Grillplatz. Damit in der Gesamterscheinung auch die Hausgärten als großzügige Freiräume wahrgenommen werden, kommen hier zur Abgrenzung nur kniehohe Pflanzungen aus flachwachsenden Sträuchern und Stauden zum Einsatz. Von Süden in Richtung Norden nimmt die Zahl der Bäume deutlich zu, bis schließlich ein dichter Bestand mit der Anmutung eines Wäldchens einen dichten Saum zu der nördlich angrenzenden Bebauung bildet. In Richtung Süden werden die benachbarten Wohnanlagen des ehemaligen „Werk Motor“ mit Wegen und Pflanzbändern angeschlossen. Die Wahl der Ausstattungselemente und Baumaterialien entspricht dem eher robusten Charakter des Ortes. Betonmauern schaffen Raumkanten für Pflanzflächen. Stahl und Holz sind Materialien für Spielanlagen. Die Vielzahl der neu gepflanzten Bäume wird derzeit noch nur dezent wahrgenommen. Der planerische Weitblick der Landschaftsarchitekten verspricht jedoch große Baumkronen, die mittelfristig eine grüne Oase schaffen – genau dort, wo einst die Truppen des Kaisers für Proviant sorgten.

www.fagus-leipzig.de


Fotos:

Johanna Seelemann

(Erschienen in CUBE Leipzig 01|21)

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