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Feine Adressen

Sorgsamer Umgang mit Hamburgs architektonischem Erbe

Prominent am Jungfernstieg 22 steht ein prächtiges Bankgebäude mit Neorenaissance-Fassade, das... mehr

Prominent am Jungfernstieg 22 steht ein prächtiges Bankgebäude mit Neorenaissance-Fassade, das Martin Haller – Rathausbaumeister und Bankenspezialist unter den Hamburger Architekten seiner Zeit – 1899 errichtete. Zusammen mit seinen Nachbargebäuden am Jungfernstieg und an den Großen Bleichen ist das Ensemble von LH Architekten für Art Invest Real Estate in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz behutsam neugestaltet und in seiner ursprünglichen Gestalt gestärkt worden. Anlass waren ein effizienteres Flächenmanagement und interne Veränderungen des von Anfang an hier ansässigen Hauptnutzers. Frei gewordene Flächen wurden für neue gewerbliche Nutzungen entwickelt. Die Modernisierung und Revitalisierung der Kunden-, Büro- und Konferenzflächen des Bankhauses und die mit Gespür für den besonderen Hamburger Ort gestalteten neuen Fassaden steigern die Attraktivität des Standorts.

Der Eingangsbereich zur historischen Kassenhalle am Jungfernstieg dient der Bank als neue repräsentative Adresse. Großzügige, bodentiefe Fenster ermöglichen einen schnellen, bequemen und schwellenlosen Zugang. Die großartige zweigeschossige Kassenhalle mit Glasdecke bleibt in ihrem Charakter erhalten und entspricht jetzt farblich der originalen Fassung von 1899. Die neuen Ganzglaswände der seitlichen Beratungsräume fügen sich durch reflektierende Oberflächen behutsam in das historische Umfeld ein. Die bauzeitlichen Besprechungsräume in Richtung Binnenalster wurden ebenfalls denkmalgerecht in Stand gesetzt, ebenso wie das historische Treppenhaus und die Deckenmalerei im Vestibül. Die neue feingliedrige und eigenständige Fassade des Hauses Nr. 24 tritt durch leichte Rücksprünge sowie Unterschiede in Farbton und Materialität gegenüber dem Haller-Bau zurück, ohne sich gestalterisch unterzuordnen. Das „Haus am Stieg“, Große Bleichen 1, stammt mit seiner fast weißen Fassade und den venezianisch anmutenden Rundbögen noch aus der Zeit vor dem Großen Brand von 1842 und wurde vollständig entkernt und revitalisiert. Die beiden unteren Geschosse nehmen die typische Ausprägung der Sockelzone des Jungfernstiegs auf. Die helle Fassade aus Betonwerkstein des Hauses Große Bleichen 3 ist von einer eleganten plastischen Detaillierung im Kontext der historischen Lage gekennzeichnet.

www.lh-architekten.de
www.art-invest.de

Fotos:

Fotografie Dorfmüller Klier
www.dorfmuellerklier.de
Art Invest Real Estate

(Erschienen in CUBE Hamburg 03|21)

 

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