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Zurückhaltend

Ein kompakter Neubau schafft bessere Lernbedingungen für angehende Ärzteschaft

Um die Bedingungen für ein Medizinstudium in Frankfurt zu verbessern, wurde nicht nur ein... mehr

Um die Bedingungen für ein Medizinstudium in Frankfurt zu verbessern, wurde nicht nur ein Audimax-Hörsaal gebaut, sondern auch das Medicum samt Prüfungssaal und Übungsräumen, in denen die angehenden Ärztinnen und Ärzte Gelerntes vertiefen und praktisch anwenden können. Wulf Architekten aus Stuttgart haben den Neubau auf dem Gelände des Universitätsklinikums und in räumlicher Nähe zum Main geplant. Das Umfeld des Medicums ist geprägt durch historische Nachbarbauten sowie den Rosengarten an der Nordseite. An der Südseite schließen sich Grünflächen der umliegenden Gebäude an.

Die Architekten haben ein umfangreiches Raumprogramm auf dem beengten Grundstück untergebracht und dabei die historischen Nachbargebäude des Rosengartens einbezogen. Gestalterischer Leitgedanke bei der Planung: Unter spürbarer Zurückhaltung sollte sich der Neubau sensibel in den bestehenden Kontext einfügen. Zwei unterschiedlich hohe Kuben bilden einen Baukörper, der sich in Höhe und Gliederung in die Nachbarschaft integriert und mit seinem Versatz an der Fassade zum Rosengarten einen deutlich erkennbaren Eingangsbereich formuliert. Gleich nach dem Betreten des Medicums vermittelt ein gemeinsames Foyer zwischen den beiden Baukörpern. Hier befindet sich auch das zentrale Treppenhaus, das in die Obergeschosse führt.

Durch den Wechsel der Gebäudehöhe von vier auf drei Geschosse und der Gebäudetiefe von drei auf zwei Bünde können die unterschiedlichen Funktionsbereiche jeweils klar und eindeutig in einer Ebene organisiert werden: Im Untergeschoss des Zweibunds befindet sich der Prüfungssaal für rund 200 Personen, der sich zu einem großzügigen Tiefhof orientiert. Die Seminarräume sind im Erdgeschoss untergebracht, die Lehr-, Lern- und Verwaltungsbereiche befinden sich in den Obergeschossen. Der Dekanatsbereich mit Sitzungszimmer im obersten Geschoss stellt einen für sich abgeschlossenen Bereich dar. Das zentrale Treppenhaus, an der Schnittstelle der beiden Kuben gelegen, unterstützt die klare und einfache Orientierung im Haus.

Das Gebäude ist als flexibel nutzbarer Stahlbetonbau konzipiert, dessen Decken und Wände hohe Potenziale an Speichermasse besitzen. Der sehr kompakte, energetisch günstige Baukörper, erhält seine Charakteristik durch eine minimierte Fassadenfläche mit Lochfenstern und eine Außenschale aus vorgefertigten Betonelementen. Sein rotbraun lasierter Sichtbeton wurde als monolithischer Ortbeton in Bretterschalung ausgeführt. Materialsprache und Farbigkeit des Medicums korrespondieren mit den in Rotsandstein gestalteten Fassadenelementen der historischen, denkmalgeschützten Nachbargebäude, wie etwa der westlich anschließenden Bibliothek.

www.wulfarchitekten.com

Fotos:

Markus Guhl für wulf architekten
www.architekturfotograf-markus-guhl.com

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|21)

Architekten: Wulf Architekten www.wulfarchitekten.com Statik: wh-p Beratende Ingenieure... mehr
Architekten:

Wulf Architekten
www.wulfarchitekten.com

Statik:

wh-p Beratende Ingenieure
www.wh-p.de

Bauphysik:

Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft
www.pk-i.de

Landschaftsarchitekt:

Adler & Olesch
www.adlerolesch.de

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