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Weiße Villa in grüner Umgebung

Privater Bauherr lobt Architekturwettbewerb aus

Normalerweise werden lediglich beim Neubau von Unternehmensgebäuden oder gemeinnützigen Objekten... mehr

Normalerweise werden lediglich beim Neubau von Unternehmensgebäuden oder gemeinnützigen Objekten Architektenwettbewerbe ausgelobt und verschiedene Büros eingeladen, ihre Konzepte vorzustellen. Doch warum eigentlich wird dieses Verfahren nicht auch beim Bau eines Privathauses angewandt? Das zumindest dachte sich wohl der Bauherr dieser Villa im Walkmühltal und rief einen kleinen Architektenwettbewerb ins Leben, an dem Büros aus der Region teilnahmen. Nach sorgfältiger Prüfung der einzelnen Konzepte und einer intensiven Beratung entschied sich der Bauherr schließlich für den Entwurf der A-Z Architekten aus Wiesbaden, so dass ein Jahr später mit der Realisierung der Privatvilla begonnen werden konnte.

Nach Wünschen des Bauherrn sollte die Villa nur wenige trennende Wände und keine Stützen aufweisen, so dass die einzelnen Wohnungen ein Höchstmaß an Flexibilität bieten können. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wählten die Architekten und Tragwerksplaner eine sogenannte hybride Tragkonstruktion, die aus weit gespannten Ortbetonflachdecken mit einer filigranen Stahlunterkonstruktion besteht. Dabei tragen die leicht wirkenden, senkrechten Fassadenpfosten teilweise extrem große Lasten von 30 bis 50 Tonnen.

Eine weitere Vorgabe des Bauherrn war die Wahl eines Materials, das eine einfache Säuberung des Gebäudes ermöglicht. Zu diesem Zweck verkleideten die Architekten die Fassade mit Aluminiumpaneelen, die eine optimale Voraussetzung für eine bequeme Reinigung schaffen und das glänzende Weiß, das in einem reizvollen Kontrast zum umgebenden Grün steht, in voller Strahlkraft erhalten. Darüber hinaus wünschte sich der Bauherr eine intelligente Haustechnik, über die sich sämtliche Gebäudefunktionen wie zum Beispiel Beleuchtung, Heizung, Zugangskontrolle und Aufzug bequem und per Knopfdruck steuern lassen.

Ziel und Leitidee des Entwurfs war es, helle Räume zu schaffen und zugleich zahlreiche Ausblicke in die angrenzende Parklandschaft und damit in die überwiegend grüne Umgebung zu kreieren. Um dies zu erreichen und wunschgemäß umzusetzen, erhielt das Haus – wo immer es auch möglich war – große Fensterelemente. Dabei sind grundsätzliche alle Fenster raumhoch angelegt, lediglich die Nebenräume, Bad und Küche sind mit raumbreiten Oberlichtern oder „Sehschlitzen“ ausgestattet. Eine natürliche Verschattung der zur Sonne orientierten Räume wurde hierbei durch die Entwicklung großzügiger Balkone und dem auskragenden Dach erreicht. Darüber hinaus besitzen die großen Fensterflächen einen integrierten Sonnenschutz, wodurch sie ein nuancenreiches, angenehmes Licht bieten.

Ästhetisch und funktional betrachtet zeichnen uneingeschränkte, fließende Übergänge zwischen dem ebenerdigen Außen- und Innenraum sowie eine natürliche Belüftung durch vertikale Lüftungselemente den Entwurf – und damit das fertig gestellte Haus im Walkmühltal – aus.

www.a-z-architekten.de

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Fotos

Jörg Hempel
www.joerg-hempel.com