Hochmodern und strukturiert

Das Klinikum Dortmund ist ein Haus der Maximalversorgung und das größte Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Am Standort Nord wurde das bestehende OP-Zentrum saniert und um einen Neubau erweitert.

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Das Klinikum Dortmund ist ein Haus der Maximalversorgung und das größte Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Am Standort Nord wurde das bestehende OP-Zentrum saniert und um einen Neubau erweitert. 2022 wurde die Erweiterung als erster Bauabschnitt abgeschlossen und der Neubau mit seinem hochmodernen OP-Trakt in Betrieb genommen. Die Investition beläuft sich auf rund 25 Millionen Euro. Geplant und umgesetzt haben den Neubau heinlewischer Architekten aus Berlin. Sie haben das Gebäude trotz vielfältiger Herausforderungen, wie etwa Arbeiten im laufenden Betrieb und während Coronazeiten, pünktlich fertiggestellt. 

Die Planungen für das Bauprojekt starteten bereits 2016 mit einer Machbarkeitsstudie, wobei nach der Entwurfs- und Planungsphase gleich die erste Herausforderung gemeistert werden musste. Um ausreichend Stabilität zu gewährleisten, wurden im Baugrund des vorgesehenen Grundstücks 20 Meter lange Bohrpfähle im Boden versenkt. Darauf entstand ein OP-Zentrum mit 7.800 m² Fläche auf zwei Ebenen. Nun verfügt das Klinikum Dortmund am Standort Nord über 15  Operationssäle, davon 11 neue OPs und vier im Bestand. Im Sinne eines „Smart Hospitals“ wurde die Chance genutzt, die neuen OP-Säle, die interdisziplinär genutzt werden, mit modernsten Diagnose- und Therapiegeräten auszustatten. Dank ausgeklügelter Kommunikationstechnik können etwa die Operateure in mehreren OP-Sälen hinzugeschaltet werden. Bei zwei OP-Einheiten handelt es sich um so genannte Hybrid-Säle, die mit 73 m² gut eineinhalbmal größer als die übrigen Säle sind und für aufwändige Gefäßeingriffe über spezielle Angiographie-Anlagen verfügen. Der Neubau stellt eine neue Infrastruktur bereit, die die Betriebsabläufe durch kürzere Wege und funktionale Neuordnungen optimiert. Zur effektiveren Ressourcennutzung wurden Cluster aus jeweils drei OP-Sälen mit Vorzone, Sterilgutlagern und einem Einleitungsraum gebildet. Durch die OP-Saal-übergreifende Nutzung der Einleitung konnten zusätzliche Flächen gewonnen werden. Architektonisch ist die charakteristische Fensterfront ein Highlight. Sie ist 450 m² groß sowie mit feststehenden Lamellen und sowohl abdunkelbar als auch an den entscheidenden Stellen mit blickdichter Folie beklebt, um die Privatsphäre der Patient:innen zu gewährleisten. „Es war uns wichtig, das Licht und damit auch die Atmosphäre des benachbarten Fredenbaum-Parks in die OP-Säle zu holen“, erläutern die zuständigen Architekten von heinlewischer, „dadurch schaffen wir eine positive Atmosphäre, die allen zugutekommt.“ In einem zweiten Bauabschnitt wird die Fläche der bisherigen OP-Säle zur Holding-Area zur OP-Vorbereitung und zum Aufwachbereich umgebaut.

www.heinlewischer.de

 

Fotos:

Fritz Brunier
www.fritzbrunier.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|23)

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