Statement of Art
Neue Leichtigkeit, Eleganz und Präzision für den Eingangsbereich eines Bürohochhauses
Die Wandplastik im Kastor-Tower ist wahrscheinlich das größte Kunstobjekt aus Naturstein in einem Innenraum der vergangenen 50 Jahre in Europa. Tek To Nik Architekten, die den Eingangsbereich des Bürohochhauses grundlegend neu gedacht haben, übertrugen ihre prägende Fassadensprache konsequent in den Innenraum. Ziel war es, ein Foyer zu schaffen, das zeitgemäßen Standards entspricht, Barrieren abbaut und leerstehende Geschosse wieder attraktiv für künftige Nutzende macht. Der Umbau erfolgte bei laufendem Betrieb und stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Insbesondere die statischen Voraussetzungen für massive Natursteinelemente mussten präzise abgestimmt werden. Gleichzeitig galt es, ein Kunstwerk zu integrieren und die Aufzugsanlagen des gesamten Gebäudes zu modernisieren.
Die parametrisch gestaltete Natursteinplastik erstreckt sich über die gesamte Wandfläche hinter dem Empfangstresen und ist ein Blickfang. Gefertigt aus Creme-Royal-Kalkstein, teils geschliffen, teils kanneliert, verbindet sie handwerkliche Präzision mit skulpturaler Wirkung. Bronzeakzente setzen feine, warme Kontraste. Im Zusammenspiel mit Licht entfaltet die Wand ihre Wirkung. In die streng vertikale Struktur sind weit schwingende Lichtbögen integriert, die als LED-Bänder konkave und konvexe Linien nachzeichnen, eine freie Interpretation des Kastor-Logos. Jede einzelne Kannelüre folgt einem individuell berechneten Verlauf; kein Element gleicht dem anderen. So entstand dank 5-Achs-Technologie keine serielle Oberfläche, sondern eine 130 Quadratmeter große Wandplastik über sieben Meter Höhe.
Fotos:
Wonge Bergmann
www.wongebergmann.com
(Published in CUBE Frankfurt 01|26)