Vorbildliches Haus der Zukunft

Fünf Teile ergeben ein Ganzes – Einfamilienhaus am Köriser See

Haus-Koeris_by-Zeller-Moye_006_-C-Cesar-Bejar_15_700pixel

Am Klein Köriser See, kaum 50 km südlich von Berlin in Brandenburg gelegen, entstand ein ungewöhnliches Einfamilienhaus, das einem kleinen Hüttendorf gleicht. Dies ist keinesfalls despektierlich gemeint, sondern das Haus macht im Gegenteil einen vielversprechenden Eindruck. Das mitten in einem Kiefernwald gelegene Gebäude besteht aus fünf Quadern. Mittig ein größerer Kubus und scheinbar willkürlich vier rundum angeordnete weitere, kleinere Volumina. Aber von Willkür kann keine Rede sein, sondern es handelt sich um Naturschutz: Hier wurde kein einziger Baum gefällt, die Häuser wurden vielmehr um den Baumbestand herum angeordnet. Auch sind sie nicht auf dem Waldboden erbaut, sondern aufgeständert. In einem bestimmten Raster wurden Betonpfeiler in den Boden eingelassen, auf denen der Massivholzboden lagert. Dabei wurde ebenfalls darauf geachtet, dass das flache Wurzelwerk der Bäume nicht zerstört wurde.

Der umweltschonende Entwurf stammt vom Architekturbüro Zeller & Moye. Vorgefertigte Bauteile ermöglichten eine kurze Bauzeit. Insgesamt haben die Hausteile eine Größe von 130 m² mit unterschiedlichen Raumhöhen von 2,80 bis 3,10 m. Der mittige, größte Kubus stellt den zentralen Wohnraum mit Küche dar. Von hier aus gibt es Zugänge in die anderen Räume, entweder direkt verbunden durch Türen oder über einen kurzen Verbindungsgang. Bis auf die Einheit, in der das Badezimmer untergebracht ist, sind die Räume variabel und können je nach Bedarf flexibel zugeordnet werden – als Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer oder Werkraum. Der Haupteingang liegt im Innenhof, den die einzelnen Häuser bilden. Großflächige, ungleich verteilte, feststehende Fenster gestatten Blicke nach außen und sind somit „Bilderrahmen“ in die Natur. Kleinere, öffenbare Fenster gibt es selbstverständlich auch und fast jedes Zimmer hat eine Tür ins Freie. Auch die Decken sind aus Massivholz. Für die Wände kam ein neuartiges Wandsystem aus Holzmodulsteinen zum Einsatz: Ein aus zwei Wandscheiben bestehendes System, das mit holzfaserbasiertem Dämmmaterial gefüllt ist. Außen sind die Wandscheiben mit lokalen vertikalen Fichtenlatten verkleidet.

Fehlt nur noch die Heizung: Ein Holzkamin versorgt den zentralen Wohnraum. An besonders kalten Tagen sorgt ein Biogasofen für Wärme in allen Räumen. Obendrein gibt es eine Kläranlage, bevor das Brauchwasser in das Grundwasser einsickert. Die Begrünung der Flachdächer steht noch bevor. Sie wird ein weiterer Baustein des vorbildlich klimaschonenden Gebäudes sein.
 
www.zellermoye.com

Fotos:

Cesar Bejar
www.cesarbejarstudio.com

(Erschienen in CUBE Berlin 01|22)

Nothing found.

Raumgewinn & Offenheit

Sanierung schafft Platz und ein zeitgemäßes Zuhause für eine Familie

Kombination aus Kuben

Vertikal gegliedert – ein Einfamilienhaus umhüllt von grauen Klinkern

Das Wohnzimmer im Freien

Komplette Umgestaltung eines Villengartens

Nothing found.

GPS-C-Ebener-2454-1_15_700pixel

Farbenfrohe „Bärenschule“

Erweiterungsbau der Grundschule in Friedrichshain

Brasilheroe_Sitzsack-aus-Stoff-BarHotel_700pixel

brasilianisches Lebensgefühl

Die Familienmanufaktur Brasilheroe fertigt vielseitige Sitzsäcke

WH1547-2033_19_700pixel

Ein urbanes Dorf

Was wie ein Widerspruch klingt, ist im Fünf Morgen Urban Village verwirklicht worden

782-282_43_700pixel

Aus einem Block

Der Bau im Grunewald wirkt abstrakt, reduziert und bedient sich eines sachlichen Formenvokabulars, was an die russische Architekturavantgarde…

Casa-Potsdnam-giu19-009M_15_700pixel

Klares Statement

Inmitten einer historisch gewachsenen Umgebung setzt die zeitlose Villa ein modernes Zeichen

Dreifacher Lückenschluss

Blockrandschließung, Ausdehnung des Dachgeschosses und ein zusätzliches Rückgebäude

HM_180925-EY-045_15_700pixel

Genial durchdacht

Ein Raummöbel mehr, einige Wände weniger – fertig!

_1058160_10_700pixel

Fürs 21. Jahrhundert ertüchtigt

Umfassende Modernisierung, Instandsetzung und Erweiterung einer „Oberschule“