Raumerlebnis Dach

Eine Dachaufstockung in Harvestehude als gelungenes Beispiel für Bauen im Bestand

2_v1_MG_2503_print_15_700pixel

Ein Mehrfamilienhaus in Harvestehude aus den 1960er Jahren sollte saniert werden. Um die Sanierung wirtschaftlich abzusichern, wollte der Bauherr das Dachgeschoss ausbauen. Er wünschte, dass die Fläche in zwei Apartments aufgeteilt sowie der vorhandene gläsernen Fahrstuhl bis zur neuen Dachebene erweitert wird und die Ausführung äußerst wirtschaftlich erfolgt. Die Entwurfsplanung vom Architekturbüro Thomas Walter unter dem Motto „Raumerlebnis Dach“ überzeugte den Bauherrn. Dann folgte die Herausforderung, die Bauaufsicht und das genehmigende Stadtplanungsamt des Bezirks zu überzeugen, zum einen von der geplanten Geschossigkeit und der Ausführung des Brandschutzes sowie zum anderen dass in der strassenseitigen Dachfläche zwei großzügige Gauben gestaltet werden. Dies gelang indem Fachingenieure hinzugezogen, ein Gutachten eingereicht sowie ein Modell präsentiert wurde. Somit konnte der Bau der beiden hochwertigen Dachgeschosswohnungen im Loft-Stil beginnen.

Die Konstruktion der Dachaufstockung geht weit über die Anforderungen der gültigen EnEV hinaus. Eine entsprechende Wärmedämmung sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wurden eingesetzt. Der Ausbau erfolgte im Trockenbau mit gehobenem Schallschutz nach DIN. Massiver Estrich sichert den sommerlichen Wärmeschutz. Durch die Ausrichtung zur östlichen Gartenseite wird eine Überhitzung im Sommer vermieden. Die Wohnungen können fast vollständig über die dreiseitig offenen Kamine beheizt werden. Die Auswahl langlebiger Materialien, konstruktiv sauber detaillierte Anschlüsse und die Demontierbarkeit von allen Materialien (z. B. bei der Vorhangfassade) sowie die Reduktion der Stahlanteile im Dachstuhl entsprechen dem heutigen Anspruch auf Nachhaltigkeit.

Die räumliche Qualität der Wohnungen wird durch Offenheit und Höhe geprägt, das gestalterische Leitbild des „Raumerlebnis Dach“ lässt die Bewohner:innen dem Himmel nah sein, sie können Wolken beobachten und den Sonnenlauf erleben. Geländer aus Glas erlauben weite Blicke im Inneren und in den begrünten Innenhof. Das Tageslicht überall wahrnehmen zu können, war dem Architektenteam besonders wichtig. Die natürliche Ästhetik und Haptik der Materialien, wie schwarzem Granit, heller Eiche oder gebürstetem Edelstahl, kommen so gut zur Geltung. Die Wohnungen sind mit Smart-Home-Technik ausgestattet. Die Gestaltung der indirekten Beleuchtung, Lichtbänder und Einzelspots erzeugt vielfältige Lichtstimmungen.

www.architekturbuero-thomaswalter.de

Fotos:

Daniel Wimmer
www.daniel-wimmer.com
ABTW

(Erschienen in CUBE Hamburg 01|23)

Nothing found.

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Bewahrt durch Wandel

Sanierung als Statement moderner Wohnkultur: lichtdurchflutet, offen, elegant

Nothing found.

FSP_02_19_700pixel

Gute Nachbarschaft

Das neue Schulgebäude ist aus zwei parallel verschobenen Gebäudewinkeln komponiert, die sich ineinander verschränken und einen Lichthof bilden.

Mit Weitsicht geplant

Architektonisch anspruchsvoll, ressourcenschoned und nachhaltig – ein besonderer Gewerbebau

Planschen im Baudenkmal

Hamburgs geliebte Schwimmoper wurde auf höchstem technischen Niveau saniert

EFH-Villa-in-_Hamburg-Othmarschen_15_700pixel

Der Weg hat sich gelohnt

So entstand ein maßgeschneidertes Haus voller Licht und Ausblicke am Wunschort

Fira-Hagen_15_700pixel

Vom Neuen im Alten

Geschickte Planung macht das historische Siedlungshaus zu einem modernen Zuhause

Ein klares Statement

Das Haus für eine Familie inszeniert die Blickbeziehungen in die Landschaft

_LP_3255-HDR-foto-jakob-boerner_19_700pixel

Auf Entdeckungsreise

Die neue Kita am Friedrich-Frank-Bogen begeistert die Kinder