Einfach sauber schöner

Der neue Betriebshof der AWB in Kalk präsentiert sich als stimmiges Ensemble

_AW55362_15_700pixel

Unabdingbare Voraussetzungen für ein funktionierendes städtisches Gemeinwesen sind die Müllentsorgung und die Straßenreinigung. Für eine noch effizientere Arbeit haben die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) an einem neuen rechtsrheinischen Standort einen neuen Betriebshof erhalten. Die Bonner sgp Hachtel Bauer architekten konzipierten und realisierten dafür als Generalplaner in Arbeitsgemeinschaft mit Schüßler-Plan ein zentrales Verwaltungsgebäude, eine LKW-Werkstatt und eine Fahrzeughalle sowie weitere Verkehrs-, Lager- und Umschlagsflächen.  

Der bestehende, doch ziemlich in die Jahre gekommene Betriebshof der AWB an der Gießener-Straße musste nicht zuletzt wegen städtebaulicher Überlegungen zu einer Vergrößerung des Campus der FH-Köln geräumt werden. Aus Gründen der Effizienz der Fahrzeugbewegungen sollte der Betriebshof in zentraler Lage im Stadtgebiet auf der rechten Rheinseite bleiben. Daher entschied man sich dafür, den Standort auf ein Grundstück der ehemaligen Deutz-Werke an der Dillenburger Straße zu verlegen. Die Arbeitsgemeinschaft sgp Hachtel Bauer Architekten / Schüßler-Plan, die in dem VGF-Verfahren den ersten Platz belegte, überzeugte durch ihr Konzept, dem Betrieb Gesicht und Gestalt zu geben – bei gleichzeitiger Optimierung der funktionalen Arbeitsabläufe und der Arbeitseffizienz. Vor allem ging es darum, die spezifischen Nutzgebäude als zusammenhängende Einheit erlebbar zu machen. Entsprechend wurde darauf geachtet, dass sowohl die Detaillierung der Gebäude, als auch Maßstab, Material und Farbgebung einheitlich ausgeführt sind. Die Entscheidung für einfache Baukörper in dunkler Farbgebung folgt dem Leitmotto der Betriebe („Einfach sauber besser“) und bildet zugleich einen starken Kontrast zum grauen Asphalt des Hofes, den Fahrzeugen und dem oft grauen Kölner Wetter. Das Verwaltungsgebäude wurde als Stahlbetonskelettbau mit vorgehängter Aluminiumfassade errichtet. Nicht zuletzt auch wegen der gegenüberliegenden, historischen Industriebebauung der Kölner Deutz-Werke sollte eine der Umgebung und ihrem Baubestand unangemessene Wärmedämmverbundfassade vermieden werden. Bei den Hallen entschied man sich für eine Konstruktion aus Betonfertigteilen. Die Fassaden sind der harten körperlichen Arbeit entsprechend robust ausgebildet und wirken im Ausdruck technisch und industriell. Eine Ausnahme bildet das Gebäude für das Salzlager und den Winterdienst: Wegen der Korrosionsgefahr durch das eingelagerte Salz ist es ausschließlich aus Holz konstruiert und wurde auch in der Farbgebung variiert. In energetischer Hinsicht ist der Betriebshof an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die großflächigen Hallendächer werden für PV genutzt; die hohe Flächenversiegelung wird durch die Versickerung des Niederschlagswassers in Rigolen kompensiert.

www.sgp-architekten.de

Fotos:

Andreas Wiese
www.fotografie-wiese.de

(Erschienen in CUBE Köln 03|23) 

Nothing found.

Spektakulär in Szene gesetzt

Ferienhausensemble schafft Erlebnisort für Motorsportbegeisterte, aber auch für Erholungssuchende

PLASTISCH eingefügt

Plastisch eingefügt

Eine Wohnanlage in Nippes vermittelt zwischen Straße und Stadtrandgrün

DEN BESTAND NEU ERZÄHLEN

Den Bestand neu erzählen

Ein Bungalow wird behutsam aufgestockt, neu geordnet und minimalistisch gestaltet

HH_0425_AndLichtdesign für eine Galerie

Lichtdesign für eine Galerie

Zeitgenössische Kunst trifft jahrhundertealte Architektur

Nothing found.

Wie im Grandhotel

Gehobene Anlage vereint anspruchsvolles Wohnen mit individueller Freiheit und vielfältigen Angeboten

_J8A3905-Bearbeitet-Bearbeitet-2-2_15_700pixel

Modern geläutert

Ein Einfamilienhaus aus den 1930er-Jahren wird neu geordnet und gestalterisch geklärt

Kamp-7-Ansicht-Strasse-1_b_15_700pixel

Klare Linien und viel Licht

Ein modernes Einfamilienhaus hat alles, was sich die Bauherren gewünscht haben

PK1068-280_700pixel

Haus auf Stahl

Architektur humorvoll und fast unspektakulär in Szene gesetzt

Lepel-Lepel-Bu-ro-Clouth-HGE12-Open-Office_15_700pixel

Gebaute offene Beziehung

Das neue Office eines Architekturbüros demonstriert das New-Work-Konzept

Von innen nach außen fließend

Ein Wohnhaus verbindet sich mit der Landschaft zu einem Erlebnisraum

02_02_SRoehse_architecture-panel_col1_Ambiente_v2_10_700pixel

Kunstvolle Muster

Sabine Röhse entwirft geradlinige Designs für Stoffe, Produkte, Tapeten und Akustikpanels