Offen und einladend

Das Haus spiegelt den besonderen Geist der Gemeinschaft und des Miteinanders

_LP_3867-foto-jakob-boerner_10_700pixel

Auf dem rückwärtigen Grundstück der 1956 erbauten Paul-Gerhardt-Kirche in Bahrenfeld haben Schaltraum Architekten ein Wohngebäude mit zwei Pastoraten (Wohnungen für PastorInnen) und Gemeinderäumen realisiert. Die gründerzeitliche Blockrandbebauung entlang der Daimlerstraße und des Bahrenfelder Steindamms umgrenzen zusammen mit der Kirche und einem Zeilenbau der 1950er-Jahre ein baumbestandenes Areal, in das sich der eigenständige, U-förmige Baukörper harmonisch und rücksichtsvoll einpasst. Er öffnet sich mit seinem zentralen Erschließungshof klar zum denkmalgeschützten Kirchengebäude von Otto Andersen, dessen Turm ein identitätsstiftender Bezugspunkt für die ganze Nachbarschaft ist. Die offene, einladende und empfangende Geste ist bewusst gewählt, um den besonderen Geist der Gemeinschaft und des Miteinanders herauszuarbeiten. Die Gemeinderäume sind im westlichen Kopfbau erdgeschossig untergebracht und so leicht auffindbar. Der große Besprechungsraum, die Wartezone und das Gemeindebüro öffnen sich zum einladenden Hof. Die beiden Amtszimmer der Pastorate sowie Räume für Kirchenmusiker und Küster sind nach Norden und Westen ins Grüne orientiert. Im östlichen Kopfbau werden ergänzend Anlaufstellen und Büroräume für die benachbarte Kita und die diakonischen Trägerschaften sowie ein kleiner Besprechungsraum angeboten. Dem Wunsch, in dem Gebäude eine neue Gemeinschaft entstehen zu lassen, wird in ganz besonderer Weise entsprochen.

Zwei flankierende Treppenhäuser sind durch einen offenen, den Hof dreiseitig umfassenden Laubengang verbunden und erschließen alle Wohnungen: Ein Ort von hoher Transparenz und Offenheit, der ein Miteinander ermöglicht, ohne auf Privatheit zu verzichten. Die überwiegend barrierefreien Wohnungen öffnen sich fächerförmig nach Osten, Süden und Westen, am Laubengang liegen die Nebenräume. Eine reichhaltige Abfolge von Raumeindrücken und die präzise Unterscheidung in halbprivate und private Bereiche prägt die Wohnungen. Die innenarchitektonische Gestaltung ist reduziert und erlaubt eine Aneignung durch die jeweiligen Bewohner. Raum- bzw. Zimmereinteilungen sind durch die tragenden Außen- und Wohnungstrennwände ohne große bauliche Maßnahmen veränderbar, um für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein. Um ein Maximum an Privatheit zu gewährleisten, liegen die Pastorate im Staffelgeschoss. Die großzügigen Dachterrassen öffnen sich nach Süden und Südwesten ins Grün und sind nicht einsehbar. Das Fassadenthema der Kirche wurde modern interpretiert. Die Geschossplatten werden mit hellen Betonfertigteilen horizontal betont. Die Ausfachungen mit rotbraunem Klinker und bodentiefen Fenstern machen den Neubau gemeinsam mit den weiteren kirchlichen Baukörpern als Gesamtensemble lesbar.

www.schaltraum.net

Fotos:

Jakob Börner
www.jakobboerner.com



(Erschienen in CUBE Hamburg 01|22)

 

Nothing found.

Ein lebendiges Haus

In allerbester Lage am Strandkai entstanden 113 Genossenschaftswohnungen

Kelly Kelch

Hier steht eine Headline (Doppelhaushälfte)

Hier steht eine kurze Beschreibung des aktuellen Videos / Podcast

Flexibel und nachhaltig

Die Reiterstaffel Offices in Marienburg bieten New Work mit grünen Außenflächen

Nothing found.

TOG_HausamDomplatz-Empfangstresen-2-_15_700pixel

Stadtspaziergang im Innenraum

Ein Flexible Work Space punktet mit einem einladenden Interieurkonzept

Modern interpretiert

Konzept für einen Supermarkt im Westfield-Überseequartier verbindet Geschichte, Moderne und Genuss

Atlantic-Bar-2-_15_700pixel

Bar für Weltenentdecker

Die Atlantic Bar vereint hanseatisches Flair mit Weltoffenheit und Genuss

HWS_DJI_0452_19_700pixel

Micro Living in Ottensen

Die Wohnanlage Urban Living wurde effizient und planungssicher umgesetzt

3393_80n_DS_15_700pixel

Moderne Interpretation

Das Stadthaus im Lübecker Gründungsviertel zeigt Gespür für das historische Vorbild

Nieberg_Celle_Gardenview_high-Kopie_700pixel

Form und Licht in Harmonie

Minimalismus und Außenraumbezug prägen eine Villa

Beate_Rottwinkel_Architektin_Hamburg_w13_38_15b

Weit und leicht

Eine moderne Interpretation des klassischen Siedlungshauses

Ins Bewusstsein gerückt

Der skulpturale Empfangspavillon ist weithin sichtbar und leicht zu finden