In der Natur zu Hause

Ein abwechslungsreicher Garten voller Leben

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In diesem Garten, der zu einem Neubau am Stadtrand gehört, steht das Leben im Mittelpunkt. Und das betrifft nicht nur den Nachwuchs der Familie, der im großzügigen Sandkasten seine Spielstätte gefunden hat. Kaninchen, Fasane und viele Insekten erfreuen sich an der Blütenfülle der Wildwiese. Überall summt und brummt es. Und das liegt nicht nur an der Wildwiese, sondern auch an den Obstbäumen und überhaupt an der ausgeklügelten Bepflanzung, die diesen Rückzugsort zu einem wahren Aufenthalt in der Natur macht.

Um den Garten vor fremden Blicken zu schützen, wurde ein modern interpretierter Sichtschutz zum Nachbargrundstück installiert. Ergänzt mit Buchenhecken entsteht ein spannendes Wechselspiel aus Konturen und Oberflächen. Zudem sind die Jahreszeiten bei Blick aus den Fenstern an den Hecken erkennbar. Mehrstämmige Hahnendorngewächse halten sehr lange ihr grünes Laub, sind aber auch in den Wintermonaten mit ihrem malerischen Wuchs eine echte Augenweide – und während der frühen Blüte im Frühjahr ein kleines Paradies für Bienen.

In unmittelbarer Nähe zum Haus erweitern die Terrassenflächen den Wohnraum. Da die hintere Terrasse tiefer als das Erdgeschoss liegt, verstellen die Terrassenmöbel nicht den Blick in die Natur. Der hintere Gartenteil entspricht in seinem Ausdruck den baubehördlichen Auflagen des Naturschutzes. Jenseits der Baugrenze überzeugt er ausschließlich mit natürlichen Gestaltungselementen. Entlang der Grundstücksgrenzen nimmt sich die Wildwiese mit ihren Obstbäumen gestalterisch zurück und lässt Grenzen verschwimmen sowie Zäune verschwinden. Die kurz geschnittene Rasenfläche im dazwischen liegenden Bereich steht in seiner Akkuratesse im Kontrast zur gepflegten Wildnis der Wiesenblüten.

Insgesamt ist eine rundum stimmige Gartengestaltung gelungen. Einerseits greift sie die Besonderheiten der Hausarchitektur auf, andererseits fügt sie sich sensibel in die Landschaft ein. Der Garten wird zum Bindeglied von Haus und Landschaft. Die Auenlandschaft der Erft als Kulisse und eine moderne, aber auch ortstypische Hausarchitektur sind die Attribute, die auch für die Gartenarchitektur prägend sind. So sprechen die dachförmigen Wildbirnen die Sprache des Gebäudes und nehmen als Zierobstgehölz gleichzeitig das landschaftstypische Obstwiesenthema auf. Hierüber freuen sich nicht nur die Insekten, sondern auch die Bauherren, die das harmonische Zusammenspiel aus Natur und Architektur in ihrem Garten sehr genießen können.

www.gartenplus.com

Fotos:

Ferdinand Graf von Luckner
www.graf-luckner.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|20)

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