Blumen und so

Mit kleinem Budget entstand in einem Floristikgeschäft ein völlig neues Konzept

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Sechs mal sechs Meter und einige unveränderbare Details aus einem früheren Blumenladen – das waren die Vorgaben, die Wanda und ihr Bruder Moritz Breitenhuber zu einem neuen, sehr außergewöhnlichen Design für ihr Projekt „Blumen & so“ im stadtrandnahen Neuried umsetzten. Die jungen Macher – die angehende Floristikmeisterin Wanda ist 22 und Moritz, diplomierter Kommunikationsdesigner der Münchner U5, ist 28 Jahre alt – haben den Laden kürzlich komplett umgestylt – und trotz eines sehr übersichtlichen Budgets ein völlig neues und zugleich futuristisches Design eingebracht.

Zunächst hatten sich die beiden Inspirationen aus dem Web geholt, aus denen drei verschiedene Moodboards entstanden: Ein sehr grünes und eher märchenwaldartiges Konzept, inspiriert von einem Blumenladen in San Francisco, ein sehr puristisches Design mit hauptsächlich dunklen Farben – und schließlich der Entwurf, der Wanda am besten gefiel: Ein sehr klar strukturiertes Konzept mit hellen Grundfarben, gemixt mit Gold- und Messingtönen. Dazu passte auch der geflieste hellgraue Boden, der übernommen wurde. Ein ehemals taubenblaues Geländer am Treppenabgang zum Keller wurde in Schwarz gestrichen. Und schlussendlich konnte der Vermieter glücklicherweise noch vom Redesign der Decke überzeugt werden: Die vorhandenen hellgrauen Paneele erhielten einen schwarzen Anstrich und wurden mit langen LED-Leisten rasterartig aufgeteilt. Die Lichtbänder können zudem die Farben wechseln und so verschiedene Stimmungen im Raum erzeugen – vom weihnachtlichen Rot bis zum frühlingshaften Grün für Events oder im „Normalbetrieb“ in Weiß. Ein großer Arbeits- und Kundencounter in Messing, gebaut vom Schreiner, zieht nun alle Blicke auf sich – er sitzt auf einem kleineren Block und scheint dadurch fast im Raum zu schweben. Hier ist der zentrale und wichtigste Platz für die junge Floristin, die im Blick von den Kunden ihre Kreationen anfertigt. Ihre Ware, neben täglich frischen Schnittblumen auch immer sehr außergewöhnliche Pflanzen wie Zierananas oder Orchideen, präsentiert sie auf weißen schwebenden Boards mit Messingbelag und viereckigen Stelen im Raum. Beleuchtet durch LEDs setzen sie die Blumen perfekt in Szene. Für private Gespräche, wenn es etwa um Hochzeits- oder Traueranfertigungen geht, setzt sie sich gerne mit den Kunden in der Lounge im Scandi-Style zusammen – mit einem schlicht-modernen Sofa in Grau, petrolfarbenen Sitzpoufs und grafisch-linearem Beistelltisch aus Metall.

www.blumen-und-so.de

Fotos:

Miriam Kuschel
www.muenchen-hochzeitsfotograf.com

(Erschienen in CUBE München 02|21)

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