Traumfängerfabrik

Arrial nennt sich die neue Firmenzentrale von Arri in der Parkstadt Schwabing

7889_JPG_ARRI_Mu-nchen_Headquater-29-_15_700pixel

Das Arri in der Münchner Türkenstraße war eine Institution nicht nur für Cineasten, wegen des gleichnamigen Kinos, sondern auch für die Filmbranche – bevorzugt für Kameraleute. Denn hier wurden die First-Class-Kameras jahrzehntelang hergestellt. Aber auch im Bereich der Postproduktion hatte das alte Stammquartier einen weltweiten Ruf. Der Name Arri ist von den Gründern August Arnold und Robert Richter abgeleitet, die die Firma 1917 ins Leben riefen.

Zum 100-jährigen Jubiläum, als die Räumlichkeiten am alten Standort längst viel zu eng geworden waren, begannen 2017 die Bauarbeiten auf dem neuen Areal in der Parkstadt Schwabing, an der Herbert-Bayer-Straße unweit von anderen Global Playern wie IBM, Microsoft und Amazon. Eine passende Nachbarschaft, da Arri-Kameras weltweit als Marktführer gelten. Die Architekten des neuen Hauptquartiers waren das in Gräfelfing ansässige Architekturbüro Hoffmann Amtsberg. Das neue Gebäude für 600 Mitarbeiter auf einer Fläche von 20.000 m² entwickelt sich u-förmig entlang der Wilhelm-Wagenfeld-Straße mit zwei parallelen, 130 m langen Riegeln und einem Querriegel, der den Eingangsbereich an der Herbert-Bayer-Straße bildet. Ob seiner Größe trägt das Arri-Gelände nun den Namen „Arrial“. Das Gebäude setzt auf Nachhaltigkeit, offene Räume, hohe Decken im Industriedesign und lichtdurchflutete Treppenhäuser. Es gibt zahlreiche Büros und Besprechungsräume. Für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen Aufenthaltsräume, Gemeinschafts- und Begegnungsbereiche sowie ein begrünter Innenhof. Das Open-Space-Konzept erleichtert das teamübergreifende Arbeiten und zudem garantiert der Neubau optimierte Prozessabläufe. Die Innenausstattung entwarf das Büro CSMM, München.

Arri baut nicht nur Kamerasysteme, sondern auch Objektive, Zubehör und Beleuchtungstechnik und bietet zudem ganzheitliche Lösungen für die weltweite Film- und TV-Industrie an. Dafür mussten Forschungsabteilungen und Fertigungsanlagen im Gebäude untergebracht werden. Sehr große quadratische und tiefe Holzrahmenfenster könnten eine Anspielung auf die Frames der früheren Schwarz-Weiß-Filme sein. Sie wechseln sich ab mit kleineren gleichformatigen Fenstern – mal sind die Großen oben, mal unten. Die Metallverkleidung der Terrasse über dem Eingang erinnert ebenfalls an die Lochung auf einem Filmstreifen. Auch die Wahl des schwarzgebrannten Klinkers als Baumaterial passt ins Bild der Filmwelt und weckt Assoziationen zu alten Filmstudios. Der Riegel rechts ist dreigeschossig, der linke entlang der Wilhelm-Wagenfeld-Straße ist viergeschossig. Solarpaneele auf dem Dach versorgen das gesamte Gebäude und auch die Anschlüsse für E-Autos und E-Fahrräder mit Strom. Geplant ist, das Gestaltungskonzept über die Straße hinweg auf einem Erweiterungsgrundstück fortzusetzen.

www.abha.de

Fotos:

Ken Wagner
www.kenwagner.de

(Erschienen in CUBE München 02|21)

Architekten:

Hoffmann Amtsberg
www.abha.de

Innenarchitekten:

CSMM
www.cs-mm.com

Aufzüge:

Kone
www.kone.de

Blendschutz:

Kvadrat
www.kvadrat.dk

Dachdecker, RWA, Sekuranten:

Probst
www.probst-bedachungen.de

Fliesen:

Mahler
www.mahler.de

Bodenbeläge:

Schmid Bodenbeläge
www.schmid-boden.de

Schlosser:

Lehmann
www.lehmann-stahlbau.de

Schließanlage:

bzs Bavaria Zeitsysteme
www.bedatime.de

Vereinzelungsanlage:

Dormakaba
www.dormakaba.com

Küchentechnik:

KPC
www.kpc-project.com

Kühlanlage, Heizung, Sanitär, Lüftung:

Lausser
www.lausser.de

Pflanzen:

GKR Hydro
www.gkr-hydrokulturen.de

Nothing found.

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Nothing found.

379_SF_210706_0342_HN_Jaist_19_700pixel

Urlaub im eigenen Garten

Hochwertiger Pavillon mit Pool schafft eine private Ruheoase

08_PEAM_Empfang_F2_10_700pixel

Im Japandi-Style

Eine Arztpraxis in Starnberg bekommt mit einem puristischen Konzept ein besonderes Look-and-Feel

_I2A7121_15_700pixel

Neuperlach reloaded

Die designierte neue Mitte „Perlach Plaza“ hat ihre Tore geöffnet

INPULS_Streitfeldstr_099_15_700pixel

Industriell trifft modern

Eine Münchner Unternehmensberatung erhält eine neue maßgeschneiderte Arbeitsumgebung

20230121_Gustavo_Gusto_0091_15_700pixel0xLepytIzQ7Ag

Pizza meets New Work

Ein Food-Start-up aus Geretsried ist glücklich über neue Arbeitswelten

Innen und aussen im Einklang

Das Haus „R 17“ punktet mit Hufeisenarchitektur und viel Licht in den Räumen