Wie das Haus, so der Vorgarten

Klar strukturierter Vorgarten als Bühne des jahreszeitlichen Wechselspiels

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Nachdem Landschaftsarchitekt Noël Besgen das bestehende Vorgartenkonzept überarbeitet und zum Teil vorhandene Beetlücken gestalterisch aufgewertet hatte, präsentieren sich Vorgarten und Gebäude nun als durch und durch stimmiges zurückhaltendes und zeitloses Gesamtensemble. „Der Vorgarten ist immer ein eigener Gartenraum, der ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Haus, Garten und Straße bildet“, erklärt Besgen. Vor diesem Hintergrund lag dem Entwurf auch die Idee zugrunde, die orthogonale, vertikale Fensterarchitektur proportional horizontal auf die Vorgartenfläche zu spiegeln.

Das Motto hierbei: „Mehr von wenig“. Acht geordnete, flächig bepflanzte Beetbänder in unterschiedlichen Breiten strukturieren mit klarem Rahmen den Vorgarten, der als Kulisse für den jahreszeitlichen Wandel genutzt wird. Auf den frischen, grünen Austrieb im Frühling folgt im Sommer bis in den Spätherbst hinein ein üppiger Blütenflor von Lavendel, Beetrosen und Blüten-Salbei. Die immergrüne Heckenmyrte sorgt auch im Winter für eine ausgewogene Struktur und Präsenz im Beet. Als verbindendes funktionales Element führen geradlinig gesetzte Betonschrittplatten unscheinbar durch ein Hainbuchen-Hecken-Gartentor in den privaten Wohnraum. Weniger unscheinbar sind die stimmungsvollen Lichtakzente in den Abendstunden, die durch dezent eingesetzte Beetstrahler hervorgerufen werden. Ein über das ganze Jahr hinweg ansprechender Vorgarten, der nicht nur die gewünschte moderne Formensprache aufweist, sondern auch durch Pflegeleichtigkeit punkten kann.

www.noel-besgen.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|21)

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