Gutes tun in Barmbek

Das Haus der Patenschaften von Plan International

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Direkt gegenüber des 2013 umgebauten Stammsitzes der Kinderhilfsorganisation Plan International in Barmbek ist das von der Stiftung Hilfe mit Plan finanzierte „Haus der Patenschaften“ Ende Oktober 2019 eingeweiht worden. Beide Projekte wurden vom Frankfurter Büro Schneider + Schumacher realisiert. Der Neubau belegt an der Ecke Bramfelder Straße/Drosselstraße eine prominente städtebauliche Lage im Stadtteil, die durch die abgerundete Gebäudeform betont wird.

Die maximale Ausnutzung des komplizierten Eckgrundstückes für die Bedürfnisse des Nutzers war eine Herausforderung für die Architekten. Neben den üblichen Büro- und Besprechungsräumen waren auch ein Ladengeschäft sowie weitere Flächen für die Kommissionierung und den Versand von Waren und Informationen über die Arbeit der Stiftung unterzubringen. Die Grundrisse des Unter-, Erd- und 1. Obergeschosses sind entsprechend den Anforderungen für Kommissionierung und Versand geplant. Die Büroflächen liegen im 2. bis 4. Obergeschoss und sind flexibel konzipiert, um den unterschiedlich großen Abteilungen gerecht zu werden. Von hier aus wird die weltweite Programmarbeit gestaltet und koordiniert. Überwiegend wurden dafür Arbeitswelten in Großraumlösungen umgesetzt, ergänzt von kleineren Rückzugsbereichen, die vertrauliche Gespräche oder konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Der hochwertige und ansprechende Innenausbau erfolgte in Zusammenarbeit mit Vitra. Neben einzelnen Besprechungsräumen in den jeweiligen Bürogeschossen befinden sich im 5. Obergeschoss ausschließlich Konferenz- und Begegnungsräume.

Die Erschließung des Büro- und Geschäftshauses erfolgt über zwei getrennte Eingänge im Erdgeschoss an der Bramfelder Straße – zu den Büros und zum Laden. Mit einem einladend transparenten Entree präsentiert sich die Verkaufsfläche für den bisher nur online bestehenden Plan Shop, der hochwertige, handgearbeitete Produkte von lokalen Kooperationen und kleinen Manufakturen aus Plan-Projekten anbietet.

Die straßenseitige Glas-Metall-Fassade gliedert sich in den Obergeschossen in horizontale, im Bereich der Rundung teilweise radial gekrümmte Bänder, bestehend aus einer einschaligen Fensterkonstruktion, zusammengesetzt aus Festverglasung und kleinen Lüftungsklappen als opake Fassadenelemente. Die Fensterbänder machen zwei Drittel der Fassadenfläche aus. Plan International setzt auch mit dem Neubau auf eine nachhaltige, lebenswerte Zukunft: Das Gebäude verfügt über begrünte Dächer, eine Photovoltaikanlage und erfüllt den KfW 55-Standard.

www.schneider-schumacher.de
www.plan.de

Fotos:

Jörg Hempel
www.joerg-hempel.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 03|20)

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