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Schwarze Hülle, heller Kern

Am Hang steht ein Einfamilienhaus mehr über als auf dem Grundstück

Der Umgang mit Hanglagen ist nie einfach und die Lösungen sind so vielfältig wie die Landschaft,... mehr

Der Umgang mit Hanglagen ist nie einfach und die Lösungen sind so vielfältig wie die Landschaft, in die gebaut wird. Möglichst wenig in die Topografie einzugreifen war der Wunsch einer Familie, mit dem diese sich an das Büro Backraum Architektur wandte. Es sollte also wenig Erde bewegt, und auch nicht allzu viel versiegelt werden. Gut ist dies nicht nur für das Gewissen der Baufamilie, sondern auch mit Blick auf zahlreiche Umweltfaktoren. Weniger Versiegelung bedeutet mehr Fläche, auf der sich die Flora ausbreiten kann. Es bedeutet aber auch, dass Regen besser versickern kann, statt oberflächlich abzufließen.

Nach Südwesten auf Stelzen gebaut, ruht das Haus mit seinen 130 m² Wohnfläche nur zu einem geringen Teil auf einem Kellergeschoss. Es lehnt sich mehr an den Hang, als es darauf steht. Die schwarze Fassade folgt einem strengen Raster, das durch die Holzriegelbauweise der Außenwände vorgegeben ist. Sie sind ebenso wie die unterste Geschossdecke komplett aus Holz und mit Holzweichfaserplatten gedämmt. Großflächige Verglasungen fügen sich harmonisch darin ein. Sie werden durch Dachflächenfenster ergänzt, die bündig im ebenfalls schwarz gehaltenen Dach integriert sind und zusätzliches Licht von oben in den Innenraum lenken. Der überrascht mit einem hellen, luftigen Raumkonzept, das von einer klaren Formensprache geprägt ist. Heimisches Fichtenholz strahlt mit seiner interessanten Maserung eine wohnliche Wärme aus. Davon profitiert besonders der Wohnraum, der bis in den First offen ist. Er teilt sich den Luftraum mit einer Galerieebene, die zu einem zusätzlichen Dachraum führt. Aus dem hellen Holz bestehen die massiven Innenwände ebenso wie sämtliche Einbauschränke und die komplette Küche. Kontrastreich setzt es sich gegen die im Innenraum filigran wirkenden Fensterrahmen und Geländer ab. Passend dazu fiel die Wahl beim Bodenbelag ebenfalls auf einen hellen, beheizbaren Sichtestrich. Der Belag, in seiner Optik Terrazzo sehr ähnlich, erstreckt sich in allen Räumen, sogar auf der Galerieebene. Er besticht nicht nur durch sein Aussehen, sondern ist darüber hinaus auch budgetfreundlicher als das recht aufwendige Original.

Durch seinen hohen Vorfertigungsgrad hat dieses Holzhaus gleich drei Probleme auf einmal gelöst. In nur fünf Monaten war das Haus bezugsfertig, eine vergleichsweise kurze Bauzeit. Zudem konnte damit Fachkräftemangel abgefedert werden, da weniger Arbeitskräfte für kürzere Zeit notwendig waren. Zusammen mit der Materialplanung und einem geringen Aufwand für die Vorbereitung des Baugrunds reduzierte dies die Ausgaben erheblich. Und die Aussicht lässt sich von der Terrasse gleich viel entspannter genießen.

www.backraum.at

Fotos:

Christoph Panzer
www.christophpanzer.com

(Erschienen in CUBE Wien 03|23)

Architektur: Backraum Architektur www.backraum.at Zimmerei: Zimmerei Nistelberger... mehr
Architektur:

Backraum Architektur
www.backraum.at

Zimmerei:

Zimmerei Nistelberger
www.nistelberger.info

Dachdeckerei:

Spenglerei – Dachdecker Klammler
www.klammler.at

Einbauten und Innentüren:

Möbel Meister
www.moebelmeister.at

Statik:

Petz-zt
www.petz-zt.at

Fenster und Glastüren:

Kapo
www.kapo.at

Dachfenster:

Velux
www.velux.at

Kamin:

Skantherm
www.skantherm.de

Sichtestrich:

FuboTech
www.fubotech.at

Massivholz-Wände:

Stora Enso
www.storaenso.com

Leuchten:

Louis Poulsen
www.louispoulsen.com
Molto Luce
www.moltoluce.com