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Schattenspiel im Zwischenraum

Ein Bestandsgebäude bekommt einen leichten Aufbau aus Holz

Was tun, wenn auf dem Grundstück schon ein Haus steht, das aber zu klein ist? Weiterbauen. Eine... mehr

Was tun, wenn auf dem Grundstück schon ein Haus steht, das aber zu klein ist? Weiterbauen. Eine jahrhundertealte Tradition, die bei Burgen und Schlössern, aber auch Bauernhöfen und selbst Stadthäusern lange Zeit gepflegt wurde. Und angesichts der zahlreichen Herausforderungen beim Bauen, von den Baulandpreisen über Baukosten bis hin zur Zersiedelung der Landschaft, erfreut es immer wieder, wenn auch heute statt neu- weitergebaut wird. Zumal, wenn der Zuwachs in die Höhe geht und keine zusätzliche Fläche versiegelt. Dementsprechend hat das Architekturbüro Josep bei der Erweiterung eines Hauses nicht nur alles richtig gemacht, sondern mit der Materialwahl noch einen zusätzlichen ökologischen Aspekt hinzugefügt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, wenngleich er zum Wachsen seine Zeit braucht.

Hinter der Verkleidung aus Lärchenholz verbirgt sich ein Obergeschoss, das von einer Dachterrasse gekrönt wird. Eine außenliegende Wendeltreppe erschließt diese Plattform vom Obergeschoss aus. Schon hier zeigt sich: Einblicke gibt es wenige, Ausblicke dafür umso mehr. Denn die Lärchenholzschalung fasst auch die Freibereiche des Aufbaus ein. Licht fällt durch die mit Abständen angeordnete Lattung und zaubert Schattenspiele in die Innenräume. Oberlichter und großzügige Fensteröffnungen lassen zusätzliches Licht in die Räume, geben ihnen Weite. Auch mit dem Aufbau beschränkt sich die Wohnfläche auf familiäre 138 m². Jeder Winkel wird genutzt, so auch der Raum unter der Treppe, die ins Obergeschoss führt. Platz schaffen zudem die zahlreichen Einbauten, die ebenso wie der Fußboden aus Eichenholz gefertigt sind.

Das offene Wohnkonzept kommt besonders im Erdgeschoss zur Geltung, wo lediglich das Bad als abgeschlossener Raum definiert ist. Die übrigen Wohnbereiche grenzen an drei Seiten daran an, wodurch Funktionsflächen wie Küche oder Gäste- und Arbeitszimmer betont werden. Luftig und leicht zeigen sich Brüstungen und Raumtrennelemente, wie beispielsweise zwischen Schlafzimmer und angrenzendem Bad.

Dass der Bestand den Aufbau verkraftet, zeigt sich nicht nur in der Optik. Statisch war es von Vorteil, auf Holzständerbauweise für das Obergeschoss zu setzen. Und auch bei der Bauzeit kann diese Konstruktionsweise punkten, reduziert der hohe Vorfertigungsgrad doch die Zeit bis zum Einzug erheblich. Da war es auch kein Problem, dass nur eine schmale Zufahrt genutzt werden konnte, über die sämtliche Einzelteile angeliefert werden mussten. Letztlich hat davon auch der üppig bewachsene Garten profitiert, der die Erweiterung großteils unbeschadet überstanden hat.

www.josep.at

Fotos:

Sebastian Haumer

(Erschienen in CUBE Wien 03|23)

Architektur: Josep ZT www.josep.at Elektro: CP elektro www.cp-elektrotechnik.eu... mehr
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