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Die neue Mitte in Hasenbergl

Im Herbst 2012 wurde das Kulturzentrum 2411 eröffnet

Seit Herbst 2012 verfügt der Münchner Stadtteil Hasenbergl über eine neue Mitte. Der gesamte... mehr
Seit Herbst 2012 verfügt der Münchner Stadtteil Hasenbergl über eine neue Mitte. Der gesamte Komplex fungiert als Stadtteilzentrum für ca. 80.000 Bürger im Norden der Stadt und beinhaltet zugleich ein Nahversorgungszentrum. Im viergeschossigen Stadtteilkulturzentrum ist neben einer Außenstelle der Münchner Stadt­bibliothek auch die Münchner Volkshochschule mit Unterrichtsräumen, Lehrküche, Computerarbeitsplätzen und großzügigen Übungsräumen für Yoga, Tanz und vieles mehr untergebracht. Darüber hinaus befindet sich im 3.  Obergeschoss ein etwa 100 m2 großer Veranstaltungssaal mit multifunktionaler Ausstattung für unterschiedliche Nutzungen.

Das Gebäude ist als kubischer Baukörper mit weißer Fassade konzipiert, wobei die Bibliothek und der Veranstaltungssaal durch großflächig verglaste Bereiche betont werden. Der an der Südwestecke des 3. OG liegende Veranstaltungssaal mit einer größeren Raumhöhe wird durch die eingeschnittenen Dachterrassen und eine um­laufende anthrazitfarbene Fensterlaibung besonders akzentuiert. Die Rahmen stehen vor der Putzfläche und ergeben in Zusammenspiel mit den tief in den Öffnungen liegenden Glasflächen ein abwechslungsreiches Licht- und Schattenspiel. Im Kontrast zu den Rahmen wurde der Sonnenschutz als Store mit hellen, Licht lenkenden Lamellen geplant.

Erschlossen wird das Zentrum über einen neu geschaffenen städtischen Platz an der Gebäudenahtstelle zwischen Lebensmittelmarkt und kulturellem Zentrum. Der Platz wird durch die Gebäude an der Nord- und Ostseite gefasst. Aufgrund der möglichen Einsehbarkeit der Dachflächen von den höher gelegenen Wohnhochhäusern wird auf die Gestaltung der Dächer besonderes Augenmerk gelegt. Sie werden extensiv begrünt und die notwendigen technischen Anlagen geordnet aufgestellt und eingehaust. Neben dem vorgelagerten, öffentlichen Platz wurde auch die Parkplatzanlage im Norden neu geordnet und mit versickerungsfähigen Rasenpflasterbelägen hergestellt. Freigestellte Robiniengruppen binden die Stellplatzanlage in die Bestandstrukturen ein. Der östliche Teilbereich der Stellplatzanlage im Übergang zum höhergelegenen Wohnumfeld ist mit einer begrünten Pergolakonstruktion überstellt.

Beheizt wird über Grundwasser-Wärmepumpen, die in den Gebäuden aufgestellt sind. Da sich in Grundwasserfließrichtung „vor“ den Entnahmebrunnen eine Fernkälteversorgung der SWM befindet, wird das Grundwasser bereits vorgeheizt in die Wärmepumpen gefördert. Mit den erhöhten Grundwassertemperaturen kann ein besserer Wirkungsgrad der Wärmepumpen für die Wärmeerzeugung und somit niedrige Betriebskosten erzielt werden. Die Wärme wird im Stadtteilzentrum über statische Heizflächen im Gebäude verteilt. Zusätzlich zu der mechanischen Be- und Entlüftung können alle Räume durch öffenbare Fensterflügel natürlich belüftet werden.

www.atp.ag
Architekten ATP www.atp.ag   Fotografie Engelhardt/Sellin... mehr

Architekten

ATP
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Fotografie

Engelhardt/Sellin
www.architekturfoto.engelhardt-sellin.de