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Grüne Stadtoase mit Geschichte

Der Friedenspark in Pirna – ein Gartendenkmal schafft grüne Zukunft

Auf der Fläche des Friedensparks befand sich zwischen dem 15. bis Ende des 19. Jahrhunderts die... mehr

Auf der Fläche des Friedensparks befand sich zwischen dem 15. bis Ende des 19. Jahrhunderts die Nikolaikirche mit dem Nikolaifriedhof. Nach Abriss der Kirche und der Säkularisation des Friedhofes erwarb 1875 die Stadt Pirna das Grundstück. Basierend auf den Entwürfen des königlich-sächsischen Gartenbaudirektors Max Bertram entstand eine hochwertige Parkanlage, die 1905 eröffnet wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg etablierte sich mit der Aufstellung eines Gedenksteins für die Opfer des Faschismus sowie eines Ehrenmahls für gefallene sowjetische Soldaten der Charakter des Parks als Erinnerungsstätte. Erst nach 1990 gab es im Stadtrat und Bürgerschaft erste Initiativen zur Umgestaltung des Friedensparks. Nach Umsetzung des Ehrenmals an seinen ursprünglichen Gedenkort erfolgte ab 2016 die Neugestaltung des Areals durch May Landschaftsarchitekten.

Der Entwurf für den denkmalgeschützten Friedenspark basiert auf der Idee, unterschiedliche urbane Nutzungen und Elemente zu einem Gesamtgefüge zu verbinden und sich dabei am historischen Vorbild zu orientieren. Das Konzept sieht eine funktionale Dreiteilung der Anlage vor – einen Auftaktplatz an der Breiten Straße, eine Ruhezone in der Parkmitte und einen Aktivbereich im östlichen Parkteil. Die Bereiche bilden mit einer einheitlichen Formensprache sowie einem gemeinsamen Farb- und Material­konzept das gestalterische Grundgerüst des Parks. Im Eingangsbereich der Anlage wurde als Attraktionspunkt ein Fontänenfeld konzipiert. Die niveaugleiche Einbettung in den Platzbelag erlaubt eine multifunktionale Nutzung des Platzes, welcher auch für Veranstaltungen, Feste und Märkte zur Verfügung steht. Die technischen Anlagen für das Wasserspiel sind in einem Unterflurbauwerk untergebracht. 

Mittels geschwungener Wege im Parkinnern sind die funktionalen Gestaltungsbereiche so verbunden worden, dass ein umlaufender Rundweg um eine zusammenhängende, baumbestandene Rasenfläche entstand und gleichzeitig eine zügige Durchquerung der Anlage ermöglicht wurde. In Anlehnung an den Namen der Parkanlage und zur Fortführung des Friedensgedankens fand eine „Friedensbank“ am nördlichen Weg Aufstellung und bietet eine Aufenthaltsmöglichkeit und freie Sicht ins Parkinnere.

Die im Aktivbereich im östlichen Parkteil vorhandene Asphaltfläche wurde zum Kleinspielfeld umgestaltet, welches auch für den Sportunterricht der angrenzenden Goetheschule zur Verfügung steht. Im Winter ist die Nutzung der Fläche als Eisbahn möglich. Die alte Spielplatzfläche erfuhr als Reminiszenz an die ehemals vorhandene Seilerei eine Aufwertung mit neuen Spielgeräten für alle Altersgruppen unter dem Motto Seilherstellung sowie eine Randeinfassung mit Sitzmöglichkeiten. Alle Anlagenteile sind barrierefrei, einsehbar, über kurze Stichwege erreichbar und wurden „vandalismusresistent“ gestaltet.

www.may-landschaftsarchitekten.de

Fotos:

Max Reichenbach

Steffen Spitzner
www.steffenspitzner.de

(Erschienen in CUBE Leipzig 02|21) 





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