Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Kompakter Lerntempel

Die Hochschule für Ökonomie & Management (FOM) setzt ein Zeichen im Rheinauhafen

Seit 2012 geht man nicht mehr nur zum Arbeiten in den Rheinauhafen, sondern auch zum Studieren.... mehr
Seit 2012 geht man nicht mehr nur zum Arbeiten in den Rheinauhafen, sondern auch zum Studieren. Die Hochschule für Ökonomie & Management (FOM) ist dort in einem kompakt-kubischen Neubau untergekommen, der ein neues Zeichen in dem beliebten Kreativquartier setzt. Den Zugang vom Ubierring am Elisa­beth-Treskow-Platz markant akzentuierend, setzt er dem lang gestreckten Baudenkmal des „Siebengebirges“ einen modernen, und doch unaufdringlichen Kontrapunkt entgegen. Der viergeschossige, wegen der Rheinnähe hochwasserfest ausgelegte Baukörper ruht auf einem umlaufenden Sockelgeschoss. Rücksprünge zu zwei Seiten schaffen geschützte Eingangsbereiche. Die darüberliegenden Geschosse werden umseitig von vier Fassaden eingefasst, die unterschiedlich durchgestaltet wurden. Die typologisch eher geschlossenen Ost- und Westseiten des Gebäudes sind als eine um größtmögliche Bündigkeit bemühte Lochfassade mit einer Haut aus geschliffenem, glattem Naturstein ausgeführt. Die in Richtung Elisabeth-Treskow-Platz und Agrippinawerft orientierten Hauptfassaden wurden dagegen als modulare Stahlkonstruktion kassettenartig in die geschlossene Fläche eingesetzt. Bei aller Unterschiedlichkeit ging es Wrede Architekten darum, den Baukörper als Solitär wirken zu lassen: Auch wenn die Materialien und der Grad der Transparenz differieren, in den Proportionen ihrer Zonierungen erscheinen alle vier Fassaden wie aus einem Guss. Das vermittelt Ruhe und Ausgeglichenheit und unterstreicht die Wirkung des Gebäudes als moderner „Lerntempel“.

Die Gebäudetiefe und die Raumanordnung erlauben eine optimale, natürliche Belichtung sämtlicher Nutzflächen. Massive Betonböden und Decken schaffen entsprechende Speichermassen für Heizung und Kühlung. In den Sommermonaten wird das Gebäude in allen Hauptnutzungsbereichen in Verbindung mit der mechanischen Be- und Entlüftung optimal gekühlt. Die gesamte Steuerung erfolgt dabei raumweise sensorisch über Gebäudeleittechnik (GLT) und MSR (Mess-/ Steuerungs-/ Regelungstechnik). Ein wesentlicher Bestandteil ist hier die zusätzlich integrierte Brunnenkühlung der Lüftungsanlagen, die einen wichtigen ökologischen Baustein im Gesamtkonzept der Anlage darstellt.

Das Gebäude ist insgesamt für ca. 540 Studierende ausgelegt. Über sechs Etagen verteilt befinden sich entsprechende Seminarräume und Hörsäle. Im Erdgeschoss liegt das Foyer mit Empfang und angeschlossenen Verwaltungsräumen einschließlich einer Bibliothek und mehreren Besprechungsräumen.

Eine wesentliche Herausforderung des Gebäudes bestand in der effizienten Nutzung aller zur Verfügung stehenden Geschossflächen. Der baurechtlich geforderten Entfluchtung des Gebäudes wurde durch ein sogenanntes Schachteltreppenhaus entsprochen, das wegen seiner zwei, unabhängig voneinander geführten Treppen nur einen minimalen Platzbedarf hat. Zwei großzügige Aufzugsanlagen sorgen zudem für komfortablen Zugang in die Nutzungsbereiche. In die Geschosse wurden ferner entsprechende gemeinschaftliche Pausenbereiche eingestreut, so dass die Studierenden auch zwischen den Kursen auf den Etagen verbleiben können. Klare Sache – inmitten des angesagten Dienstleistungs- und Kreativstandortes Rheinauhafen hat das Studieren nach Feierabend eine angenehme und feine Adresse bekommen.

www.wrede-architekten.de
Architekten Wrede Architekten www.wrede-architekten.de Fotos Peter Leenders... mehr

Architekten

Wrede Architekten
www.wrede-architekten.de

Fotos

Peter Leenders
www.leenders.de