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Zum Wohl!

Das Weingut am Stein – genießen und schauen

Wein wird einem heutzutage überall angeboten. In Restaurants, in Bars, in Cafés, ja selbst in... mehr
Wein wird einem heutzutage überall angeboten. In Restaurants, in Bars, in Cafés, ja selbst in urtypischen Bierkneipen stehen mindestens ein oder zwei Weinsorten in der Karte. Ob Stielglas, Wasserglas oder Plastikbecher, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Getrunken wird, was auf dem Tisch steht, selbst wenn es bis zum Rand gefüllt ist.

Oftmals auch gar nicht übel, das sei zu erwähnen, denn der Wandel der Weinwelt ist in Gastronomie und im Verkauf angekommen. Viele Winzer haben ihre Weingüter der heutigen Zeit angepasst. Neben neuen önologische Verfahren und optimalen produktionstechnischen Abläufen rücken die Gestaltung des Weingutes und ein Marketingkonzept in den Mittelpunkt. Erfolgreich, wie auch das Weingut am Stein, das inmitten des Würzburger Steins liegt, beweist.

Ludwig Knoll führt mit seiner Frau das Weingut in fünfter Generation. Im neuen Jahrtausend entschieden sie sich für eine Erweiterung ihres Weingutes. Gemeinsam mit dem Büro hofmann keicher ring architekten aus Würzburg und dem Büro Reinhard May wurden das „WeinWerk“, welches Verkostungsräumlichkeiten bietet, und das Gästehaus entworfen. Die Idee war schnell da. Es sollten zwei eindrucksvolle Baukörper entstehen, die den Charakter der Weine widerspiegeln. Herausgekommen sind klare Formen, einfach aber eigenständig – grundlegende Elemente, die die Verbindung von Tradition zu moderner Weinphilosophie schaffen. Das „WeinWerk“, ein 10 x 10 m mit Eiche verkleideter Glaskubus, erinnert mit seiner vertikalen Struktur an die Rebzeilen in den Weinbergen ganz in der Nähe. Im Inneren setzt sich die reduzierte Formensprache durch Beton fort. „Wir wollen uns auf die einfachsten Formen konzentrieren, so wie ich es auch beim Ausbau unserer Weine halte“, so Ludwig Knoll. Nach dem Leitspruch sollte auch das Gästehaus entstehen, wenn auch in ganz anderer Ausführung. Für die Fassade wurde Muschelkalk verwendet, der aus dem Steinbruch direkt südlich von Würzburg stammt. Mit seinen wechselnden Oberflächen und seinen farblichen und strukturellen Facetten passt sich der Muschelkalk ideal an seine Umgebung an und erinnert mit der horizontalen Struktur an die Erdschichten des Weinbergs.

Auskennen muss man sich nicht mit Wein. Umso besser, so kann man sich bei weinfachkundlichen Führungen oder bei Verkostungen verführen und inspirieren lassen und das alles mit einem fantastischen Blick über ganz Würzburg. Für die effektvolle Gesamtinszenierung und gelungene Komposition gab es 2007 den Architekturpreis Wein.

www.weingut-am-stein.de
Fotos Gerhard Hagen www.gerhard-hagen.de Weingut am Stein mehr

Fotos

Gerhard Hagen
www.gerhard-hagen.de Weingut am Stein