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Verbindender Solitär

Neubau von 65 Wohnungen in einem heterogenen Umfeld

Angrenzend an das Malerviertel in Frankfurt-Sachsenhausen ist an der Stelle einer in die Jahre... mehr

Angrenzend an das Malerviertel in Frankfurt-Sachsenhausen ist an der Stelle einer in die Jahre gekommenen Büroimmobilie ein Wohngebäude mit 65 Wohneinheiten errichtet worden – geplant und realisiert durch Architekten Theiss. Da sich die Umgebung des städtebaulich markanten Grundstücks sehr heterogen darstellt, haben die Architekten einen Solitär mit verbindenden Elementen entworfen. Auf Wunsch des Bauherrn GeRo Real Estate entstanden Wohnungen mit vielfältigen Größen: von 1-Zimmer-Apartments mit 38 m² bis hin zu 6-Zimmer-Wohnungen mit bis zu 320 m² Wohnfläche – alle jeweils mit großzügigen Balkonen, Terrassen oder Dachterrassen.

Das Eckgrundstück mit den umlaufenden Straßen, der vor dem Haus vorbeifahrenden Straßenbahn sowie der im Rücken gelegenen Bahntrasse forderte das Planungsteam zusätzlich heraus, hier ein Gebäude zu entwickeln, das auf die besonderen Bedingungen adäquat reagiert. Das Gebäudeensemble mit seinem markanten gerundeten Kopfbau gliedert sich in drei Gebäudeteile mit unterschiedlichen Höhen. Die bodentiefen Fenster der Wohnungen schaffen eine angenehme und großzügige Atmosphäre und bieten zum Teil spektakuläre Ausblicke in die Umgebung bis hin zur Frankfurter Skyline.

„Eine klassische Lochfassade prägt die Architektursprache, großzügige Balkone gliedern die Fassaden zusätzlich, welche in ihrer Detaillierung jeweils auf die anspruchsvollen Schallschutzanforderungen der Umgebung reagieren“, erläutern die Architekten. Außerdem bestimmt die ausgewogene Materialwahl zwischen einem hellen Klinker und den Putzflächen die Außenfassade des Solitärs. Ein besonderes Highlight ist das offene Haupttreppenhaus im Kopfbau, welches sich organisch mit seinem offenen Endlosgeländer über acht Geschosse in der Innenecke nach oben entwickelt und eine spannende, imposante Atmosphäre in das Gebäude zaubert.

Klassische Frankfurter Vorgärten prägen die Außenanlagen zur Waidmannstraße und zur Stresemannallee hin. Auf der straßenabgewandten Seite stehen den Bewohnern ein großzügiger Innenhof mit einem Spielplatz sowie zahlreiche private Flächen mit Terrassen und Außenbereichen der Erdgeschosswohnungen zur Verfügung. Ergänzt wird das Freiflächenkonzept durch die gezielte Anpflanzung von neuen Bäumen im Innenhof und entlang der Waidmannstraße und der Stresemannallee. Die Gebäudestruktur ermöglichte zudem die Anordnung von großzügigen Dachterrassen – diese beeindrucken mit einem Blick über die Skyline bis zum Taunus oder nach Süden bis in den Stadtwald.

www.architekten-theiss.de
www.ge-ro.de

Fotos:

Jean-Luc Valentin
foto-valentin.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|19)