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Ins rechte Licht gesetzt

Der Umbau eines Wohnhauses in Unterbach verbindet innen und außen zu einem Kontinuum

Ein Doppelhaus, dreigeschossig mit Gartenetage, kleine Fenster zur Vorderseite, die nur wenig... mehr

Ein Doppelhaus, dreigeschossig mit Gartenetage, kleine Fenster zur Vorderseite, die nur wenig Licht ins Haus ließen, und ein Baustandard der frühen 1990er-Jahre – das war die Ausgangssituation, die sich heusel architekten aus Düsseldorf zeigte. Die Bauherren wünschten sich für ihr Haus in Unterbach mehr Wohnfläche, offenere Strukturen und eine klimagerechte Gestaltung der Fassaden und der Haustechnik. Ein Gästezimmer mit Bad, ein Masterbad mit Ankleide, aber auch ein Arbeitszimmer sollten in das vorhandene Raumgefüge integriert werden. Außerdem wünschte man, dass der auf zwei Etagen verteilte Wohnbereich komplett in die Gartenetage verlegt werde. Alles sollte transparenter und lichter werden – auch, um Kunst ins rechte Licht zu setzen: Für die Kunstwerke sollten möglichst ungestörte Wandbereiche reserviert bleiben, mit optimaler natürlicher und künstlicher Beleuchtung.

Statt der früheren kleinteiligen, eher anonymen Frontfassade empfängt den Besucher heute ein mittig angeordneter, repräsentativer Eingang. Ein etagenübergreifend gesetzter, einteiliger Rahmen aus einem Spezialbeton in präzise ausgeführter Fertigteilästhetik akzentuiert den Zugang und schafft einen harmonischen Kontrapunkt zur erhaltenen, allein im Dachbereich nahezu unsichtbar erhöhten Klinkerfassade. Der Rahmen fungiert dabei zugleich als Vordach – auch die Beleuchtung der Eingangszone konnte in ihn integriert werden. Auf der gegenüberliegenden, südlichen Gartenseite wurde die Bestandsfassade unauffällig ergänzt und der zweigeschossige Wintergarten vor den beiden unteren Etagen komplett überarbeitet. Eine filigrane, aus schlanken Stahlträgern elementierte Glasgalerie wurde darin eingehängt, sodass das Gartengeschoss auch in der Raumtiefe ausreichend mit Tageslicht versorgt ist. Im Inneren wurde eine großzügige offene Raumabfolge mit klaren Raumgeometrien geschaffen, wobei sich viele Bereiche großzügig zum Garten hin öffnen. Der durch ein Bassin und eine Wegeachse in die Tiefe gestaltete Garten (Gartenplanung durch FWSLA) verbindet die Architektur mit dem Außenraum. Wenige, aber ebenso hochwertige Materialien – einheitlich grauer Jura-Naturstein in den Wohnräumen, dunkel gebeiztes Hochkantlamellenparkett in den Schlafzimmern und als Farben ausschließlich Weiß und Grau – schaffen eine zurückhaltende Atmosphäre, die die Kunst in Szene setzt. Eine Fußbodenheizung mit Kühlfunktion – im Wintergarten eine Wandheizung – sorgen das ganze Jahr über für wohnliche Temperaturen, unterstützt durch einen außen liegenden Sonnenschutz.

www.heusel-architekten.de


Fotos:

Max Hampel
www.maxhampel.com