Welcome to the roaring twenties

Die langgezogene Theke ist das Herzstück des Raums.

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Seit April dieses Jahres ist Mainz um eine Location reicher, denn in der Großen Bleiche eröffnete der Salon 3Sein. In einem ehemaligen Kopierladen schuf der bekannte Mainzer Gastronom Norbert Schön zusammen mit seiner Frau und Geschäftspartnerin Maribel Arnau sowie der Innenarchitektin Sophie Kampf ein neues Raumkonzept. Die ausgeprägte spanisch-kulinarische Note bringt seine aus Valencia stammende Frau auf die Speisekarte.

„Alles, was wir anbieten, ist möglichst hausgemacht“, so die Philosophie der Gastgeber. Sowohl bei den Speisen und Getränken als auch bei der Einrichtung, die größtenteils in Eigenleistung erstanden ist. Die Idee war, in Anlehnung an die 1920er-Jahre, klare Formen und wertige Materialien mit exotischem Ambiente zu verbinden und den Raum wieder mehr zur Geltung zu bringen. Grüner Marmor, selbstgebaute Tische, zwei restaurierte Gesindetische aus dem 19. Jahrhundert, eine Papageientapete, grüne Samtsofas, Palmen und immer wieder zwischendrin Messing sind das Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Der Einfluss von Bauhaus lässt grüßen.

Die langgezogene Theke ist das Herzstück des Raums und man fühlt sich erinnert an Edward Hoppers Gemälde „Nachtschwärmer“, nur das der Salon 3Sein bereits um 9 Uhr morgens öffnet, den Gästen Frühstück, Mittag- und Abendessen bietet und erst wieder um 2 Uhr nachts schließt. Wer also gerne einen Absacker genießen möchte, kann es sich an der Bar gemütlich machen und in dezent tropischer Atmosphäre klassische oder insbesondere neu kreierte Cocktails probieren.

„Wir wollten etwas Grenzenloses schaffen“, so der Betreiber. Herausgekommen ist eine Mischung aus Salon, Bar und Restaurant – und ein Konzept für jede Altersklasse.

www.3sein.de

Fotos:

Roman Knie
www.romanknie.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|19)

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