Neues Spiel

Coworking- und Event-Space interpretiert die Räume eines alten Postgebäudes

lxsy-architekten_spielfeld_5905_15_700pixel

Das ehemalige Postgebäude aus rotem Backstein in der Skalitzer Straße in Kreuzberg steht unter Denkmalschutz. Bei der Gestaltung des dort befindlichen Coworking- und Event-Space „Spielfeld Digital Hub“ stellten Lxsy Architekten sich die Frage, wie man die Historie des Gebäudes neu interpretieren kann. Das besondere Augenmerk des Denkmalschutzes lag auf der ehemaligen, sechseckigen Postschalterhalle. Die Halle gestalteten die Architektinnen neu als Veranstaltungsraum, der unterteilt ist in einen Innenraum mit fest positionierter Bühne. Umlaufende Break-Out-Areas für Workshops können je nach Bedarf durch Vorhänge unterschiedlich zugeteilt werden.

Der Eingang erfolgt über das neue Foyer, welches nach einer Rekonstruktion des Deckensprungs die ursprüngliche Form eines Sechsecks ebenso wieder aufgreift. In den öffentlich zugänglichen Bereich befinden sich neben einem Café zudem Meetingräume, flexibel nutzbare Coworking-Flächen sowie ein Loungebereich mit Sitzstufen. Das Herzstück bildet der Bartresen, der durch rote Fliesen im Zickzack-Profil besonders in Erscheinung tritt. Eine im Raum liegende Treppe führt ins Untergeschoss, wo sich WCs, Garderobe und Lagerflächen befinden. Angrenzend an das Foyer liegen die Corporate Studios, die temporär an externe Firmen vermietet werden. Neben den fünf Büros stehen außerdem ein kleiner Meeting­raum, ein Workshop- und Seminarraum, ein großer Konferenzraum sowie eine Teeküche zur Verfügung. Den Erschließungsflächen vor den Studios werden offene Nischen und Kabinen vorgesetzt, die Telefonboxen, Besprechungsnischen, Stauraum sowie offene Strukturen enthalten.

Mit Birkenholz verkleidetete Boxen, überzogen von einem dezenten, schwarzen Raster, treten als raumprägende Elemente in Erscheinung. An einer sich durch alle Räume ziehenden Stahlkonstruktion sind textile Vorhänge aufgehängt, die maßgeblich verantwortlich sind für die visuellen Trennungen des Raums sowie für die Verbesserung der Akustik. Die sich durch die Vorhangschienen bildenden umlaufenden roten Linien verstehen die Architektinnen als eine Referenz an die Farblinien eines Sportfeldes. Das insgesamt durchgängige Farbkonzept kombiniert historisches Taubenblau bei den Vorhängen mit starken Rost- und Feuerrottönen. Der Boden in Steingrau sowie die roh belassenen Betonsäulen arbeiten die industrielle Vergangenheit des Gebäudes heraus. Im Kontrast dieser harten Oberflächen stehen die weichen Elementen aus Birkenholz sowie die leichten Vorhänge in Leinenoptik. In der Gegenüberstellung von harten und weichen Materialien entfaltet der neugestaltete Workspace seine unverwechselbare ästhetische Wirkung.

www.lxsy.de

Fotos:

i shoot buildings

(Erschienen in CUBE Berlin 01|20)

Nothing found.

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Nothing found.

Verschnitt5136_15_700pixel

Individuelle Designobjekte

Aus Holzverschnitt entstehen nicht nur Leuchten – auch Tische, Hocker, Schneidebretter und ein Bett gehören zur Produktfamilie des Teams.

01-bki_Helix-Hub_Foto-Joachim-Grothus_15_700pixel

Der Zweck bestimmt die Mittel

Beim Innenausbau des achtgeschossigen Bürobaus stand der Netzwerkgedanke im Vordergrund.

Haus_Wannsee_Ansicht_Su-d_DSC_8967_P_-C-BBPA_42_700pixel

Leben unter freiem Himmel

Ein 1930er-Jahre Haus wird durch behutsame Sanierung und moderne Erweiterung zu neuem Leben erweckt

IMAG0539_15_700pixel

Vielfältige Gartenlandschaft

Grasgrau und Atelier Loidl entwickelten zusammen mit den Bauherren ein Konzept für einen modernen Bauerngarten mit vielen Rosen und Hortensien im…

Wie ein Ruhepol

Einfamilienhaus mit reduzierter Formgebung und sparsamem Materialmix

53091_Gleispark_Schulz_001_korr_inkl-PR_19_700pixel

Wohnen statt Parken

Ein halbiertes Parkhaus schafft Platz für vier Wohnhäuser am Gleispark

Gläserner Dom

Kosmopolitisches Penthouse der Superlative