Aus eins mach vier

Eine historische Villa wird durch individuelle Neubauten harmonisch ergänzt

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Eine denkmalgeschützte Villa im Bonner Süden mit einem weitläufigen, parkähnlichen Grundstück am Waldrand – das war die Ausgangssituation für eine Bebauung von insgesamt vier Stadtvillen, die Krense Architekten planten und umsetzten. Das Kölner Architekturbüro entwickelte für die vier architekturinteressierten Bauherren eine Lösung, welche die Potenziale des Grundstückes ausnutzt, ohne dabei die Eigenheiten des Bestands zu ignorieren.

Nur eine Teilfläche des vorhandenen Parks durfte bebaut werden – der vorhandene geschützte historische Baumbestand setzte einer Nachverdichtung von Vornherein enge Grenzen. Die Architekten entwickelten in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege eine Bebauung von drei individuellen Häusern, die beidseitig des Bestands leicht verspringend angeordnet wurden. Die historische Villa wurde zudem saniert und umgebaut, indem sie von einem späteren, nicht denkmalgeschützten Anbau befreit und durch einen neuen Gebäudeflügel ergänzt wurde, der eine Hofsituation vor dem Gebäude mit zusätzlichen Einliegerwohnungen schafft. Auch die beiden zwei- bis dreigeschossigen Wohngebäude, die den Bestand zur anderen Seite ergänzen, zeichnen sich durch individuelle Grundrisse aus. Mit Wohnflächen zwischen 250 und 450 m² bieten sie ausreichend Platz für vier Familien mit Kindern. So individuell sie geschnitten sind, so sprechen sie architektonisch eine gemeinsame Sprache: Mit ihren kubischen, oft schmalen und langgestreckten Volumen und der weißen Putzfassade beziehen sie sich harmonisch auf den historischen Bestand, ohne ihre Eigenständigkeit dabei zu leugnen. Im Inneren dominieren großzügige, teils über zwei Etagen geführte Räume, die über Fensteröffnungen von mehreren Seiten optimal belichtet werden. Sommerlichen Wärmeschutz erhalten die transparenten Flächen durch außenliegende Raffstores, Schiebläden und Markisen. Eine Vielzahl von Blickachsen eröffnet sich im Inneren wie nach draußen in den Park, der zu Einzelgärten parzelliert wurde, ohne seinen großzügigen Gesamtcharakter aufzugeben. Um die Häuser herumlaufende Terrassen und Freisitze im Obergeschoss schaffen eine Reihe attraktiver Außenräume. Aber auch im Inneren wurde mit wenigen, wertigen Materialien eine minimalistische Wohlfühlstimmung geschaffen. Die integrierte LED-Beleuchtung und skulpturale Lichtobjekten lassen die Räume kunstvoll wirken.

www.krensearchitekten.de

Fotos:

Maurice Cox
www.coxfoto.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|19)

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