Emotional & markant

Traumhaus mit zeitloser und gleichzeitig expressiver Architektursprache

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Im Frankfurter Diplomatenviertel entstehen zunehmend moderne Wohnhäuser mit Flachdach und Dachterrassen neben traditionellen zweigeschossigen Villen mit Walm- oder Satteldach. Bieten erstere doch die Möglichkeit, Terrassen zu integrieren, die einen beeindruckenden Blick über den Palmengarten zur Frankfurter Skyline schenken. Auch Hollin + Radoske Architekten planten hier für ihren Bauherren eine Stadtvilla – und zwar so, dass der kubistische Baukörper aufgrund der exponierten Lage an der Straßenkreuzung von jeder Seite eine andere eigenständige Wirkung hat.

Dabei brechen die handgeformten Backsteine mit ihrer emotionalen Kraft nicht nur die Strenge der grafischen Kubatur auf, sie schaffen auch natürliche Fassaden, die zugleich mit den Glas- und Metallelementen harmonieren und kontrastieren. Diese Backsteine, unterschiedliche Fenstergrößen sowie die vor- und zurückspringenden Fassadenelemente samt schwarzen Metallpanels machen aus dem monolithischen Klinkerkubus einen markanten und eigenständiger Baukörper. Die gezielten Versprünge der geschlossenen Fassaden schaffen dabei, im Wechselspiel mit den Wandöffnungen, eine zeitlose und gleichzeitig expressive Architektursprache. „Bei der Entwicklung des Baukörpers mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss war uns wichtig, dass sich das Staffelgeschoss nicht als zurückspringendes, aufgesetztes Geschoss zeigen soll, sondern als integrierter Bestandteil des skulpturalen Baukörpers“, erläutert Bernd Hollin.

Ein großzügiges Entrée führt in das Gebäude mit seinen hohen Räumen, der zum Garten gelegenen Küche samt Essplatz und dem Wohn-Essraum, der mittels Raumteiler abgetrennt ist. Die fließenden, offenen Raumfolgen können durch verglaste Schiebeelemente separiert werden. Der von zwei Seiten einsehbare Kamin bildet hier, ebenso wie die zentral angeordnete Treppe mit dem in der Mitte liegenden Liftkern, ein raumgliederndes Element. Der zweite Wohnbereich im Staffelgeschoss überzeugt durch die großzügige Raumaufteilung, viel Licht und die beeindruckende Aussicht. Der Garten im Erdgeschoss, die lange Loggia im ersten Dachgeschoss und die große Terrasse im Staffelgeschoss sorgen dafür, dass die Bewohner:innen in jeder Etage ins Freie treten können. Bei der Beleuchtung wechseln sich reduziert wirkende Downlights mit sichtbaren Halbeinbau-Strahlern ab, die die Decke optisch gliedern, um ein sowohl weiches, blendfreies Licht zu schaffen. Zudem bieten sie auch die Möglichkeit, Kunst anzustrahlen oder Wand- und Bodenflächen architektonisch auszuleuchten. Zahlreiche Pendel- und Steh-/Tischleuchten, die zum Teil aus dem Fundus der Bauherrn stammen, vereinzelt aber auch neu ausgesucht wurden, ergänzen das Lichtprogramm.Um das Haus zukunftsfähig zu machen, haben die Architekten auf Heiztechnik mit Gas- und Wärmepumpe, kontrollierte Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, optimierte Dämmung, Dachbegrünung und KNX-Elektrik gesetzt.

www.hollinradoske.com

Fotos:

Gregor Schuster
www.gregorschuster.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 02|23)

 

 

Architektur:

Hollin + Radoske
www.hollinradoske.com

Leuchten:

XAL
www.xal.com
Wever & Ducré
www.weverducre.com

Fenster:

Schüco
www.schueco.de

Küche und Türen:

Schreinerei Fetz Quadrat
www.fetz-quadrat.de

Küchentechnik:

Gaggenau
www.gaggenau.de

Armaturen:

Vola
www.vola.de

Schalter, KNX-Gebäudeautomation:

Basalte
www.basalte.com

Sanitär-Keramik:

Duravit
www.duravit.de

Klinker:

Vandemoortel
www.vandemoortel.de

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