Blumen statt Rasen

Ein Garten in Lenggries wird zum Blühparadies und bietet Platz für zwei Parteien

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In ein blühendes Paradies hat der Gartenspezialist Fuchs baut Gärten aus Lenggries eine Freifläche eines großen Wohnhauses verwandelt. Viele Blumen und Pflanzen, am besten das ganze Jahr über in vielen Farben blühend, und auf gar keinen Fall Rasen – waren die Vorgaben der sehr „grün-affinen“ Bauherren für das Pflanzkonzept. Zudem wünschten sie sich eine weitere Besonderheit: Zwei Gartenbereiche – für den Fall, dass das Haus in Zukunft geteilt und von zwei Parteien bewohnt wird. Allerdings sollte es keine harte Trennung wie durch einen Zaun sein. Daher sieht die Freifläche nun für jede Partei einen Hauptbereich vor, bei dem man von der Terrasse aus von der jeweils anderen Terrasse sichtgeschützt ist. Durch einen kleinen Weg und Pflanzung sind die Bereiche miteinander verbunden, wobei das Grün eher als weiche Begrenzung zu verstehen ist und jeder den Garten vom anderen ein wenig mitnutzen kann.

Der Garten, der im hinteren Bereich auch einen hübschen Freisitz aus Holz erhielt, war ursprünglich sehr eben und für einen reinen Pflanzengarten somit etwas langweilig. Die Idee der Kunden, den Garten mit einer Sichtbetonwand abzutrennen und dahinter etwas abzusenken, war deshalb ganz im Sinne des Gartenplaners Jan Vandebotermet, der auch weitere gegebene Elemente in seinen Entwurf mit einfließen ließ: So verursachen zwei große Bestandsbäume zum Teil tiefe Schatten. Dieser Bereich wurde kurzerhand als Waldgärtchen bepflanzt und somit die Vielfalt an Pflanzen erhöht. Sogar ein kleiner Nutzgarten für Obst und Gemüse wurde angelegt – nicht, wie oft der Fall, versteckt im hinteren Bereich des Gartens, sondern sehr prominent in Terrassen­nähe. Eine monumentale Linde gegenüber brachte Vandebotermet auf die Idee, diesen Kontrast zum Gebäude im Kleinen weiterzuführen und mit Pflanzen, Findlingen und Natursteinen ein Gegenstück zum Gebäude zu schaffen. Bei der Materialwahl standen vor allem heimische Materialien im Vordergrund, etwa Bayerwaldgranit für die Terrassen, schichtige Kalksteinplatten für die Stufen und Kalkriesel für die wasserdurchlässige Wegedecke. Da auf Rasen verzichtet wurde, bietet der Garten nun viel mehr Platz für Blumen und Sträucher und wird seither von Schmetterlingen und Bienen bevölkert.

Ansonsten ist der Garten, der in einer Bauzeit von rund sechs Wochen realisiert wurde, nach den ersten Jahren, bis sich die Pflanzung voll entwickelt hat, durchaus pflegeleicht: Kein Rasen zu mähen, keine Hecken zu schneiden. Außerdem verträgt der Garten einen gewissen „Verschmutzungsgrad“: Laub stört sehr viel weniger als bei einem modernen, minimalistischen Garten. Zweimal im Jahr gibt es eine kleine Hilfestellung vom Gartenbauer, den Rest machen die Gartenbesitzer selbst.

www.fuchs-baut-gaerten.de
www.p-schwarzenberger.de
www.voihoiz.de

Fotos:

Klas Stöver
www.klas-stoever.de

(Erschienen in CUBE München 01|21)

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