Schule mit Wohlfühlcharakter

Mehrfach ausgezeichnete neue Mittelschule in Hohenbrunn

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Die alte Realschule aus den 1970er-Jahren in Hohenbrunn war zu klein geworden und wie das Urteil der Sachverständigen ergab, wäre eine Modernisierung samt Umbau und Vergrößerung teurer geworden als ein Abriss und ein Neubau. Einer Machbarkeitsstudie gemäß, entschloss man sich, auf dem vorhandenen Fußballplatz eine neue, größere Mittelschule zu bauen, die von 2016–2019 entstanden ist. Die Planung stammt vom Architekturbüro Baurconsult. Zur Belegschaft des Büros gehören sowohl Architekten als auch Ingenieure und Landschaftsarchitekten, sodass der gesamte Entwurf wie auch die Freianlangen aus einer Hand stammen.
Das neue Gebäude besteht aus zwei rechteckigen, doppelgeschossigen leicht gegeneinander versetzten Baukörpern mit jeweils einem Innenhof. Auf über 4.000 m² Nutzfläche wurden nach neuesten technischen Standards 22 Klassen für 420 Schüler untergebracht. Es handelt sich hier um eine Schule mit Ganztagsbetreuung, d. h. die entsprechenden Aufenthaltsräume und eine Mensa gehörten zum Raumprogramm. Es gibt Fachklassen für Naturwissenschaften, Hauswirtschaft, Kunst und Werken. Die Verteilung auf die jeweiligen Stockwerke beginnt im Untergeschoss mit Lager- und Technikräumen neben Fachklassen. Im Erdgeschoss gelangt man zunächst in den großen Eingangsbereich mit Aula, Musik- und Mehrzweckraum. Aula und Musikraum können für Veranstaltungen zusammengeschaltet werden. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich die Mensa, die Ganztagsbereiche, Verwaltungsräume und Lehrerzimmer. Im Obergeschoss sind die Klassenzimmer, die jeweils mit Gruppenräumen verbunden sind.

Gemäß der Leitlinie der Carl-Steinmeier-Mittelschule: „Guter Unterricht in einer angenehmen, vertrauensvollen Atmosphäre ist die Basis für erfolgreiches Lehren und Lernen mit Freude“, wurde das Innere lichtdurchflutet, aber zweckdienlich gestaltet. Großer Wert wurde auf die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. So funktioniert z. B. die Energiegewinnung zum Teil über eine Photovoltaikanlage. Die Außenfassaden sind mit einer vertikalen Holzverschalung und mit horizontalen, farblich abgesetzten Metallbändern versehen. So wird eine Zusammengehörigkeit mit der benachbarten Grundschule hergestellt und das Schulgelände zum Campus erweitert. Die Innenhöfe mit Bänken, Schotterflächen und  einzelnen bepflanzten Inseln mit Gräsern und Bambus bieten Platz zum Aufenthalt im Freien.

www.baurconsult.com

Fotos:

Peter Wankerl
www.wankerl.com

(Erschienen in CUBE München 01|22)

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