Geschichte fortschreiben

Ensemble aus drei Restaurant-Neubauten – angelehnt an traditionelle Schwarzwälder Architektur

RH2953-0005_19_700pixel

Bei einem Brand im Januar 2020 wurde das rund 230 Jahre alte Stammhaus des Hotels Traube Tonbach samt Restaurants völlig zerstört. Trotz des immensen Verlustes war schnell klar, dass der Traditionsbau durch ein neues Gebäude ersetzt wird. Die beauftragte ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart entwarf – angelehnt an ein Schwarzwaldgehöft – drei einzelne Gebäude, die in sich und mit dem Bestand ein stimmiges Ensemble bilden. Charakteristisch für die traditionelle Schwarzwälder Architektur, zeigt sich die Fassade zur Straße eher geschlossen und Richtung Tal öffnen großzügige Verglasungen und Terrassen den Blick in die Landschaft. Natürliche Materialien wie vergraute Holzschindeln, grober Putz und das Ziegeldach sind im ländlichen Raum zuhause. Das Granitpflaster und die Lehmwand des Außenbereichs setzen sich im Foyer fort, verbinden Innen und Außen. 

Über das zentral gelegene Foyer gelangt man in die drei Häuser mit jeweils einem Restaurant. Das Drei-Sterne-Restaurant „Schwarzwaldstube“ ist geprägt von seiner beachtlichen Raumhöhe, dem sichtbaren Holztragwerk und einem vollverglasten Giebel. Die Holzverkleidung wie auch die großformatigen Granitplatten und das imposante Lichtobjekt lassen den Raum in seiner Weite wirken. An der Stelle der einstigen Bauernstube befindet sich nun das Ein-Sterne-Restaurant „1789“ – eine Hommage an die Gründung der „Traube“. Kleine Lochfenster, Lehmputzwände, Eichenholzböden und umlaufende Sitzbänke schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Das „Schatzhauser“, die ehemalige „Köhlerstube“, erinnert mit seinen geschwärzten Wänden und Decken sowie dem dunklen Hirnholzboden an die Köhlerzunft. Im Obergeschoss bietet das „Quartier“ mit seinen großen Schiebetüren zur überdachten Terrasse Platz für Veranstaltungen. Der komplexe Service- und Küchenbereich erstreckt sich über zwei Etagen und nimmt rund die Hälfte der Nutzfläche ein. Eine eigene Technikzentrale pro Haus reduziert sowohl Bauhöhen als auch Wege. Die Abwärme der Blockheizkraftwerke wird zur Beheizung, die Abwärme der Kälteanlage zur Warmwasserbereitung genutzt. 

www.arp-stuttgart.de

Fotos: 

Roland Halbe
www.rolandhalbe.eu

(Erschienen in CUBE Stuttgart 03|23)

Nothing found.

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Nothing found.

001b_15_700pixel

Klare Architektursprache

Um das relativ kleine Grundstück effizient nutzen zu können, entwickelten Fischer Rüdenauer Architekten Wohnungsgrundrisse in L-Form um den Kern aus…

Zeiss_Karlsruhe_42_Angepasst_15_700pixel

Architektonischer Weitblick

Auf sieben Geschossen und einer Nutzfläche von 12.000 m² plante das Architekturbüro Nething den „Zeiss Innovation Hub @KIT“ bestehend aus modernen…

Holztisch_Stechert_001_19_700pixel

Individuelle Lösungen

Wolfgang A. Lüchow und Andreas Macke entwerfen Produkte und Leuchten mit Mehrwert

_KAP9460_19_700pixel

Lässig, chillig, Toll beleuchtet

Neu gestalteter Garten mit Pool und Liegeflächen auf fahrbarer Abdeckung

Taschen mit Geschichte

Clea Günther und Tanja Stetter schenken alten Segeln ein neues Leben

230622005_15_700pixelVh927z1vpFe8s

Modern und doch wie damals

Neues Wohnhaus nimmt sich seinen Vorgängerbau aus den 1920er-Jahren zum Vorbild

Steigenberger-Schreibtisch_gro-sserer-Ausschnitt_15_700pixel

Gut durchdacht

Die Produktdesignerin Rosi Weiße setzt auf Funktionalität und neue Blickwinkel

fabrinsky_haus_wiesloch_ansicht_s_700pixel

Präzise eingefügt

Ein Einfamilienhaus entwickelt sich mit besonderen Raumqualitäten zwischen zwei Betonwandscheiben hangaufwärts