Tradiertes Übersetzen

Ein Familiendomizil wird mit Respekt vor dem Bestand modernisiert

10_Reitz14_15_700pixel

Ein gemütliches Zuhause mit viel Raum für die Kinder und die ersten Enkelkinder – das wünschte sich eine befreundete Bauherrin für das von ihr geerbte Elternhaus in Mönchengladbach. Iris Kutzim und Julia Dolle vom Architektur- und Innenarchitekturbüro KuDo aus Krefeld sollten die Doppelhaushälfte aus den 1960er-Jahren grundlegend modernisieren. Dabei war es ihnen besonders wichtig, die Wünsche der Bauherrin trotz begrenzten Budgets in ein durchgehendes Gestaltungskonzept zu übersetzen, ohne den Bestand komplett zu überformen. Die Geschichte des Familiendomizils sollte weitererzählt und in die heutige Zeit übersetzt werden.

Alle Badezimmer, die fast 60 Jahre ohne Sanierung genutzt worden waren, sollten modernisiert werden. Außerdem wünschte sich die Bauherrin im Erdgesschoss eine offenere Gestaltung des Grundrisses: Von der straßenseitig situierten Küche aus sollte man bis in den Garten hinein schauen. Da sich dazwischen ein Arbeitszimmer befand, mussten zwei Wände entfernt werden, um einen offeneren Koch-Ess- und Wohnsituation zu schaffen. Dabei wurden auch die alten Teppichböden beseitigt und durch ein Eichenparkett ersetzt. Eine Regalwand, die bereits für den vorangegangenen Wohnsitz der Bauherrin entworfen worden war, erhielt einige Anpassungen, um sich perfekt in den neuen Wohnbereich einzupassen. Die Küche ist minimalistisch mit Eichenfronten und schwarzen Griffmulden gestaltet. Die Sockelleisten wurden mattschwarz gefasst, um eine optische Trennung zwischen Boden und Schränken zu schaffen. Neu lackiert wurde die alte Treppe – komplett mit Stufen und Stahlgeländer in einem Grünton, der hervorragend zu den vorgefundenen Holzvertäfelungen passt, die noch aus den 1970er-Jahren stammen. Zusammen mit den Terrazzofliesen, die den Boden des Treppenraumes schmücken, ist diese Farbgebung zum Leitmotiv der Gestaltung geworden: Im neuen Bad, das im Obergeschoss aus einem WC und einem Mini-Bad entstand, aber auch im Gäste-WC im Erdgeschoss kombinierten die Architekt:innen modern gestaltete, und doch am Bestand orientierte Terrazzofliesen mit dunkelgrünen Fliesen, Eichenparkett und -schränken sowie mattschwarzen Armaturen. Es entstand eine individuelle, moderne und warme Atmosphäre, die durch eine Grundbeleuchtung mit Aufbauspots und gezielt platzierten Pendel- und Wandleuchten – stimmungsvoll ergänzt wird. Die Planung der Umgestaltung setzte KuDo in drei Monaten um, drei weitere waren für die Ausführung nötig.

www.kudo-architektur.de

Fotos:
Julia Dolle

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|23)

Architektur:
KuDo Architektur
www.kudo-architektur.de

Abbruch, Trockenbau- und Fliesenarbeiten: 
Stuckateurmeister Klaus Schmitz
Telefon: 0211 5 571661

Heizung, Lüftung, Sanitär: 
Gustav Müller
www.gustavmueller.com

Elektro: 
epa elektrotechnik
www.epa-elektro.de

Tischlerei: 
Dieter Stein HolzDesign
www.stein-holzdesign.de

Malerarbeiten: 
Idris Kartal Maler- und Lackierermeister
www.maler-kartal.de

Bodenbelag:
Parkett Pellinger
Telefon: 02845 21352

Nothing found.

Lebendiges Quartier

Eine Siedlung in Mülheim erhält eine neue städtebauliche, soziale und ökologische Qualität

Warme Atmosphäre

Praxisphilosophie: Patient:innen wie Gäste empfangen

Klein Gebaut – groß gedacht

Das „Schwarze Haus im Grünen“ als Modell für modernes Bauen

Nothing found.

Dynamisch und biodivers

Das Verwaltungsgebäude „Opus“ verbindet gestalterischen Anspruch mit Nachhaltigkeit

mgf_haus-hoffmann_web_04_15_700pixel

Selbstbewusster Purismus

Klare Formen und minimalistisches Farbkonzept prägen ein Wohnhaus

12799807px1920x1280_15_700pixel

Scharfkantig eingefügt

Ein Einfamilienhaus reflektiert den dörflichen Kontext und wirkt dabei doch ganz modern

Hofhaus Mit Pool

Ein großzügiges Einfamilienhaus aus Massivholz wirkt wie ein klassischer Backsteinbau

Empfang_02_19_700pixel

Konzentriert alles im Blick

Die Notaufnahme des St. Martinus-Krankenhauses wirkt beruhigend auf Patient:innen und Angehörige

Nordstrasse-1_15_700pixel

Minimalinvasiv

Bestandsgebäude in Meerbusch erhält durch kleine Ergänzungen ein völlig neues Gesicht

Vielfalt im Einklang

Auf der Ulmer Höh' in Derendorf ist ein Wohnquartier mit großzügigen Grünbereichen entstanden