20 Jahre Großprojekt HafenCity

Das 20.000 m² Bruttogrundfläche große Gebäude namens Moringa mit einer überwiegenden Wohnnutzung wurde gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur nach dem Konzept einer „zirkulären Ökonomie“ entworfen

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Bauen, Bauen, Bauen … an einer nachhaltigen, urbanen Stadt. So könnte man das aktuelle Entwicklungsbild der HafenCity beschreiben. Derzeit markieren 35 Kräne in der westlichen, zentralen und östlichen HafenCity die enorme Wachstumsdynamik vom Strandkai bis an die Elbbrücken; im Laufe des Jahres werden es wohl 45 sein. 2020 werden weitere Vorhaben in Bau gehen, die für das soziale und kulturelle Gefüge der HafenCity bedeutsam sind, u. a. das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof, die Sportanlagen im Oberhafen, die Grundschule am Baakenhafen und vielleicht auch schon die ersten beiden Gemeinschaftshäuser im Grasbrookpark und am Lohsepark.

Zugleich füllt sich die HafenCity immer mehr mit Leben. Rund 4.600 Menschen leben aktuell in der HafenCity, circa 2.800 Wohnungen sind insgesamt fertiggestellt, rund 1.350 Wohneinheiten sind im Jahr 2020 im Bau. Darüber hinaus sind mittlerweile ca. 930 Unternehmen in der HafenCity präsent.

Doch über das reine Bauen und intelligente Wachsen hinaus entwickelt sich die HafenCity zu einem „Zukunftslabor“ für Gebäude mit außergewöhnlich hohen Nachhaltigkeitsstandards. Die jüngste Anhandgabe eines Grundstücks im Quartier Elbbrücken an die Landmarken AG ist dafür ein besonders ambitioniertes Beispiel. Das 20.000 m² Bruttogrundfläche große Gebäude namens Moringa mit einer überwiegenden Wohnnutzung wurde gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur nach dem Konzept einer „zirkulären Ökonomie“ entworfen, d. h. ein Großteil der Baumaterialien ist rückbau- und wiederverwertbar. Darüber hinaus sind die Dächer und Fassaden in mindestens gleichem Umfang wie die bebaute Grundstücksfläche als grüne, biodiverse Flächen ausgestaltet. Als grüne Lunge produziert das Moringa Sauerstoff und reduziert Schadstoffe sowie sommerliche Hitzeinseleffekte in der Stadt. Das Ensemble aus drei Gebäudeteilen gruppiert sich zudem um einen grünen Innenhof.

Ergänzend zur Wohnnutzung bietet das Moringa einen Coworking Space, eine Kita und Angebote wie Veranstaltungsräume, Ausstellungsflächen, Fitness- oder Lounge-Bereich sowie eine Gastronomie mit Terrasse im Erdgeschoss. Neben ca. 70 Pkw-Stellplätzen – davon 30 Prozent für Carsharing – stehen in der Tiefgarage mindestens die dreifache Menge für Fahrräder zur Verfügung.

www.landmarken-ag.de
www.kadawittfeldarchitektur.de
www.hafencity.com

Foto:

Entwurf: kadawittfeldarchitektur, Visualisierung: Mohan Karakoc

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|20)

 

 

 

 

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