Vital Architecture
Aedes Architekturforum zeigt Projekte aus China
Mit „Vital Architecture“ zeigt Atelier Li Xinggang ausgewählte Projekte aus China, die Räume schaffen, in denen Natur und gebaute Umwelt zu einem lebendigen Ganzen verschmelzen. Architektur wird hier als Zusammenspiel von Raum, Umgebung, Geschichte und Erfahrung verstanden – eine Haltung zwischen Idealismus und Realität, in der das Gebaute vermittelt und verbindet. Fünf räumliche Strategien bilden die Grundlage des Konzepts einer „Vital City“, in der Bauten nicht isoliert, sondern im poetischen Dialog mit ihrer Umgebung stehen. Eine vielschichtige Szenografie aus Modellen, Skizzen, Bildern und Filmen macht den architektonischen Prozess erfahrbar – von der Forschung über den Entwurf bis zur Nutzung. Die Ausstellung zeigt, wie räumliches Wissen in konkrete, zeitgemäße Architekturideen umgesetzt wird und so zu einer vitalen gebauten Umwelt beiträgt.
„Vital Architecture – Between Idealism and Reality“ gibt Einblick in eine Praxis, die sich konsequent mit den Bedingungen des Bauens in einer sich wandelnden Umwelt auseinandersetzt. Architektur wird nicht als autonomes Objekt verstanden, sondern als vermittelnde Instanz zwischen Natur und Artefakt, Vergangenheit und Gegenwart, individueller Wahrnehmung und kollektiver Realität. Das architektonische Denken von Li Xinggang speist sich aus der intensiven Auseinandersetzung mit historischen Stadt- und Landschaftsräumen Chinas. Die Verletzlichkeit des Gebauten gegenüber der Natur sowie die räumliche Kraft traditioneller Stadtstrukturen bilden den Hintergrund für eine Haltung, die Architektur als schützenden, ordnenden und emotional wirksamen Raum versteht.
Aus jahrzehntelanger Forschung zu chinesischen Städten, Gärten und Bauweisen hat Li Xinggang zentrale Entwurfsprinzipien entwickelt: die enge Beziehung zwischen Bauwerk und räumlichem Kontext, das Auflösen der Grenze zwischen Natur und Architektur, die prägende Rolle von Trag- und Hüllstruktur, die Gestaltung räumlicher Dramaturgie sowie das Streben nach poetischer Raumerfahrung. Diese Prinzipien bilden die Grundlage einer Architektur, die kulturell verortet und zugleich universell lesbar ist.
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