Bereicherung für den Stadtteil
Zwei Mehrfamilienhäuser mit viel Wohnkomfort in Oberhausen-Schmachtendorf
Die Versiegelung neuer Flächen für Wohnraum sollte möglichst vermieden werden. Im urbanen Umfeld gibt es oftmals Flächen, die durch Nachverdichtung dazu beitragen können, Wohnungsnot zu verringern und darüber hinaus städtebauliche Qualität zu stärken. Eine solche Fläche in Oberhausen bereicherten Meier-Ebbers Architekten im Stadtteil Schmachtendorf um zwei neue Wohnhäuser. Wo zuvor Garagenhöfe standen, bieten die Mehrfamilienhäuser in einer Umgebung, die durch viel Grün und öffentliche Freiflächen sowie private Gärten geprägt ist, nun 17 neue Wohneinheiten.
Die beiden Wohnhäuser befinden sich an der Kreuzung Untere Walsumermarkstraße und Auguststraße. Sie fügen sich mit drei oberirdischen Geschossen, zuzüglich umlaufendem Staffelgeschoss, das die Ausbildung von Dachterrassen ermöglicht, in die nähere Umgebung ein und greifen gleichzeitig die Fluchten der bestehenden Gebäude auf. Oberirdisch entstanden bereits zwölf Stellplätze. Die Einfahrt in die großzügige und helle Tiefgarage, mit weiteren 19 Pkw- sowie acht Fahrradstellplätzen und einem Kinderwagenstellplatz, liegt an der Auguststraße. Im rückwärtigen Bereich des Grundstücks befinden sich vier Wärmepumpen, straßenseitig sind die Müllcontainer platziert. Die verbleibenden Freiflächen sind begrünt, werden teils gemeinschaftlich genutzt und beinhalten eine Spielfläche. Die privaten Mietergärten mit großen Terrassen sind eingefriedet. Die Fassade in hellem Beige-Grau-Ton kontrastiert mit den anthrazitfarbenen Fenstern, Türrahmen und Geländern, wodurch ein modernes Erscheinungsbild entsteht. Den bodentiefen Fenstern sind in den zweieinhalb bis viereinhalb Zimmer großen Wohnungen französische Balkone vorgelagert, in den Treppenhäusern befinden sich an dieser Stelle Kämpfer. Für Abwechslung in der Fassade sorgen zudem zurückspringende Eingänge. Zur Wohnqualität der zwischen 60 und 170 m² großen und dank der bodentiefen Fenster freundlichen und hellen Wohnungen tragen offene Grundrisse, Fußbodenheizung sowie Terrassen und private Gärten im Erdgeschoss sowie großzügige Balkone in den Obergeschossen beziehungsweise die Dachterrassen in den Staffelgeschossen bei.
Die barrierefreien Gebäude sind im KFW-55-Standard errichtet, die Wärmeversorgung erfolgt über Wärmepumpen. Aufzüge verbinden alle Geschosse und die gemeinsam genutzte Tiefgarage, in der außerdem die Technik- und Kellerräume untergebracht sind.
Fotos:
Meier-Ebbers
(Published in CUBE Ruhrgebiet 01|26)
