It’s Teatime!

Im neuen Teekanne-Headquarter in Heerdt verschmelzen harmonisch Innovation und Tradition

Die Marke Teekanne gilt als eine der ältesten deutschen Markenzeichen: Bereits 1888 ließen die Unternehmensgründer die bekannte Bild- und Textmarke gesetzlich schützen. Bei der Gestaltung des Unternehmensstammsitzes in Heerdt galt es deshalb, nicht nur innovative Bürostandards und digitale Arbeitsmittel für den steigenden Anteil an Remote Work zu integrieren. Zugleich ging es darum, die lange Firmenhistorie auch räumlich erlebbar zu machen, um die starke Unternehmens­identität zu betonen.

Das beauftragte Düsseldorfer (Innen-)Architekturbüro bkp hat im engen Austausch mit Nachkommen der Gründungsväter, Führungskräften und Mitarbeitern einen hochmodernen Multispace geschaffen, der zugleich Geschichte atmet. Wo früher schmale Gänge und verschlossene Bürotüren das Gesamtbild prägten, ist deshalb nun ein luftiger, vielfältig nutzbarer Großraum entstanden: Auf offen gestalteten Flächen treten hier verschiedene Arbeitszonen aufeinander, die Kommunikation und Rückzug, Kreativität und Austausch fördern.

Zugleich wird auf eine zurückhaltende Gesamtgestaltung gesetzt, wobei besondere Highlights die traditionsreiche Unternehmensgeschichte betonen: So wird der Eingangsbereich durch einen Tisch in Form des Gründungsjahrs dominiert, Zitate der Teekanne-Gründer sowie historisches Bildmaterial der Teeproduktion zieren Wände und eine originale Teekanne-Leuchte schwebt plakativ im „Tea Point“. Und im Erdgeschoss – einst Verpackungszentrum des Tees – wurden Spuren der früheren Nutzung bewusst präsent gehalten. „Bei dem Projekt für die Teekanne stand im Fokus, was das Unternehmen aus der Vergangenheit in die Zukunft mitnehmen kann“, erzählt Eva Boss, Gesellschafterin bei bkp. „Dabei ging es eben nicht um rückwärtsgewandten Ahnenkult, sondern um die Stärkung der Unternehmensidentität und der Frage: ‚Wo kommen wir her und wo gehen wir hin?‘. Unsere räumliche Übersetzung davon untermalt das Image des Unternehmens und setzt ein klares Zeichen für alle Mitarbeitenden und Kunden.“

Natürliche Materialien unterstreichen die Gestaltungsidee: Stahlprofile, Steingussboden und Glasfronten bilden eine zurückhaltende Basis und sorgen subtil für eine industrielle Anmutung im Stil der historischen Teeproduktion. Eichenholz und kleinere, farbliche Akzentuierungen verleihen optische Wärme und Wohlbefinden beim Arbeiten.

www.b-k-p.net

Fotos:

Annika Feuss
www.annikafeuss.com

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|21)

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