Baumkulisse für Schattenplätze

Ein Ruheparadies mitten in der Großstadt

Mit üppigem Grün empfängt der Garten seine Besucher:innen. Von jetzt auf gleich betritt man eine Oase der Ruhe unmittelbar nach dem Lärm der Straße. Ein älterer Garten wurde neu gestaltet und in drei Bereiche aufgeteilt, umrundet von altem Bestandsbäumen. Die Gestaltung fand nach dem Entwurf der Gartendesignerin Christiane von Burkersroda statt. Diese sattelte nach Abschluss eines Maschinenbaustudiums und jahrelanger Tätigkeit als Ingenieurin in diesem Bereich auf Gartenplanung und Design um und machte sich 2010 mit ihrem Büro CvB selbständig. Mittlerweile ist sie für ihre vielfältigen Gärten schon mehrfach ausgezeichnet worden. Auch dieser – in mehrere Zonen aufgeteilte – Privatgarten in München ist ein gelungenes Beispiel für ihr Einfühlungsvermögen und ihr fachliches Können als Gestalterin. Die drei Bereiche waren die Grundlage für die weitere Planung der Bepflanzung. An erster Stelle steht der nah an der Küche liegende Essplatz auf einer überdachten Terrasse. Die Bauherren sind gesellig und laden gerne Freunde und Gäste ein, sodass ein regengeschützter Ort im Freien einer der vorrangigen Wünsche war. Eine Lamellenpergola bildet das schattenspendende Dach. Bei der zweiten Zone handelt es sich um einen privateren loungeartigen Bereich für Gespräche unter vier Augen oder im kleineren Kreis, aber auch einfach zum Relaxen oder um ein gutes Buch zu lesen. Der dritte Bereich, der unter einem grünen Blätterdach von vier Amberbäumen gestaltet wurde, ist verwunschener. Ein Fächerahorn schirmt den Essbereich ab und die Kugelahorne markieren den Bereich des Wassertisches. Die Bestandsbäume – wie etwa eine alte Trauerweide – säumen das Grundstück. Obwohl sich die Auftraggeber einen Pool gewünscht hatten, wurde schließlich darauf verzichtet, um die Großzügigkeit des Gartens zu erhalten. Er hätte die Fläche von circa 380 m² zu stark zerteilt. Stattdessen konnte mit einem Wassertisch als Gestaltungselement eine Alternative gefunden werden. Integriert in einen Block aus Nero Assoluto, tragen mehrerer Wassersprudler durch ihr Plätschern zur entspannten Atmosphäre des Gartens bei. Der Natursteinblock bildet einen zentralen Bezugspunkt und ist von überall her zu sehen. Weiche Gräser bilden einen starken Kontrast zum harten Stein. Das Pflanzkonzept sah mit viel Grün ein reduziertes Farbkonzept vor. Weiße Blüten, Hortensien und Salomonsiegel sind saisonale Highlights, während die Laubfärbung im Herbst in warmen Farben ein großes Finale bietet. Trotz großer Umgestaltung wirkt der Garten alt eingewachsen, zeitlos und elegant.

www.cvb-gartendesign.de

Fotos:

Sylvia Knittel
www.sylviaknittel.de

(Erschienen in CUBE München 01|24)

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