under construction / public preposition
Ausstellung im Baukunstarchiv Dortmund
Wie lässt sich öffentlicher Raum heute definieren – und für wen ist er zugänglich? Mit public preposition untersucht Mischa Kuball diese Fragen unmittelbar im Stadtraum und überführt sie in den Ausstellungsraum des Baukunstarchivs NRW. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Öffentlichkeit kein statischer Zustand ist, sondern sich aus Beziehungen zwischen Orten, Menschen und Bewegungen formt. Kuball macht diese Beziehungsgeflechte sichtbar, indem er historische, politische und alltägliche Kontexte markiert und neu lesbar macht – in drei Interventionen im Dortmunder Stadtraum, in einer Ausstellung, die als fortlaufender Prozess angelegt ist, sowie einem vertiefenden Symposium.
Die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum hat sich seit der Moderne stark gewandelt. Dies zeigt sich bereits in der an Giovanni Battista Nolli (1701–1756) anknüpfenden Überlegung, dass „der öffentliche Raum“ keine homogene Größe ist, sondern sich aus einer Vielzahl partikularer Räume zusammensetzt, jeweils mit eigener, teilweise begrenzter Offenheit. Nollis Verdienst als Architekt, Vermesser und Kartograf bestand darin, Öffentlichkeit über Zugänglichkeit zu definieren und nicht über Baustruktur. Dieses Prinzip wirkt in der Stadtplanung bis heute fort, etwa bei der Analyse von Bewegungsräumen.
Heute ist die Vermessung des öffentlichen Raums komplexer denn je: Der Grad der Zugänglichkeit, und damit ein entscheidendes Kriterium für die Charakterisierung eines Raumes als öffentlich, hat sich stark ausdifferenziert. Private Räume, die nur auf Einladung erschlossen werden können, stehen neben privat verwalteten Räumen mit selektivem Zugang; öffentliche Territorien können temporär geschlossen sein, während andere dauerhaft zugänglich sind.
Baukunstarchiv NRW | Dortmund
under construction / public preposition
15.01.– 22.03.2026
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