Kengo Kuma – der Fluss der Linien durch das Objektiv von Erieta Attali
Ausstellung im Museum für Architekturzeichnung, Berlin
Kengo Kuma gilt als einer der bekanntesten zeitgenössischen Architekten, dessen Projekte wie das Designmuseum V&A Dundee, der Tiffany-Store in Tokio-Ginza, das Nationalstadion in Tokio und weitere Bauten weltweit große Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Der natürliche Bezug zum Kontext, zur Landschaft, zur Geschichte, die Wahl der Materialien – Glas, Stein oder Holz –, das Spiel der Linien und dieses besondere Licht, die Transparenz, welche die in New York und Paris lebende Architektur- und Landschaftsfotografin Erieta Attali mit ihrer Kamera einfängt, machen das Werk von Kengo Kuma so einzigartig.
Weniger bekannt sind die Handzeichnungen des Architekten, welche nun in der Ausstellung bis zum 13. September zu sehen sind. Während Kuma in seinen Zeichnungen Architektur als fließenden Prozess denkt, als Geflecht aus Material und Beziehung zur Umgebung, richtet Attali ihren fotografischen Blick auf jene stillen Momente, in denen gebaute Struktur, Natur und Licht miteinander verschmelzen. In der Gegenüberstellung von Zeichnung und Fotografie entsteht ein Spannungsraum zwischen Entwurf und Erfahrung, Imagination und Realität.
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