Community Happens Here

Gemeinschaft schaffende Projekte in der Architekturgalerie München


Mit der Ausstellung „Community Happens Here“ feiern steidle architekten ihr 20-jähriges Jubiläum und widmen sich dabei dem Potential der Architektur, Gemeinschaft zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Stadträume und ihre Architektur Begegnungen ermöglichen, Austausch fördern und unser Zusammenleben prägen. Anhand von Projekten, Bildern und Beiträgen zeigt die Ausstellung, wie Räume zu Orten des Miteinanders werden, Verbindungen entstehen lassen, Öffentlichkeit formen und zu kollektiven Erfahrungen werden. Die Architektur der Stadt wird als räumliche Praxis verstanden, die Individualität stärkt, Gemeinschaften bildet und die Bedeutung ihrer Wechselwirkungen zueinander hervorhebt.

Die Ausstellung macht die Galerie vom 21. Mai bis zum 5. Juli selbst zu einem Ort des Dialogs und lädt dazu ein, Architektur als Impuls- und Strukturgeber der lebendigen Gemeinschaft zu entdecken. Das Thema Kommunikation und Begegnung als Frage, wie wir zusammenleben, unser Gemeinwesen gestalten, ihm Raum und Form geben wollen, hat die Arbeit des Büros von Beginn an maßgeblich angetrieben. Der Umgang der Gründergeneration von Steidle und Partner mit diesem Thema prägt mit den gebauten Ikonen des Strukturalismus das Bild des modernen Wohnungsbaus bis heute. Mit der Wiederentdeckung der gewachsenen Stadt als zukunftsfähiges Lebensmodell weitete sich der Blick. Die prägenden Themen Begegnung, Erschließung, Flexibilität, Zwischenraum, Ordnung, Öffentlichkeit und Privatheit wurden um architektonische Themen wie Kontext, Figur, Fassade, Transformation erweitert, auf größere, komplexere Bau- und Stadtprojekte übertragen und dabei immer weiter vertieft.

Durch einen roten Faden verbunden haben wir bei dieser Ausstellung zur Fragestellung Kommunikation und Begegnung einen Schnitt durch die wichtigsten Bauten und Projekte der letzten 20 Jahre gelegt. Es entstehen, zu wichtigen Referenzen aus der eigenen Bürohistorie in Bezug gesetzt, überraschend neue Beziehungen und Nachbarschaften. In einer panoramaartigen Darstellung, ergänzt durch ausgewählte Bilder, werden diese Themen in der Galerie sichtbar. Dazu verbindet ein einfaches Baugerüst als temporäres Objekt die Welt der belebten Schnittfiguren mit der Dreidimensionalität des Raumes. In der Galerie entstehen so für eine kurze Zeit neue Wege, Verbindungen, Blickbeziehungen und Räume. Encounters Happen Here.

In einer weiteren, eigens herausgearbeiteten Schicht haben wir die Grundrisse unserer Architektur- und Stadtprojekte in einer lockeren Ordnung zu einer raumgreifenden Collage urbaner Figuren angeordnet. Ihre prägnanten, teils rätselhaften Formen bestimmen den Charakter unserer Städte und prägen im Inneren und Äußern unseren gelebten Alltag. Jede Figur trägt Spuren des spezifischen Ortes, übergeordneter Regeln bei gleichzeitiger Individualität in sich. Die Wechselwirkung der äußeren Bedingungen und innerer Gesetzmäßigkeiten wird hier spürbar. Eine Freude diese Figuren freizustellen und erlebbar zu machen! Städtebauliche Modelle und Modelle ausgewählter Einzelbaukörper ergänzen sich mit der Wandcollage zu einem dreidimensionalen, fast körperlich spürbaren Gesamtbild. Parallel werden die jeweiligen Projekte in einer Endlosschleife in ihrem realen Kontext gezeigt, der Zusammenschnitt wird auch hier zur Collage einer urbanen Möglichkeit. Städtebau und Architektur als lebendige Praxis ist das Thema einer eigens beauftragten Fotoserie von Markus Lanz. Er hat ausgewählte Projekte der letzten 20 Jahre besucht und unter dem Aspekt der Gemeinschaft und Begegnung neu betrachtet. Hierbei untersuchte er nicht nur das Zusammenspiel der Nutzer und Bewohner mit der Architektur und dem Stadtraum, sondern gleichwertig auch die Beziehungen der Gebäude und Strukturen zueinander. Encounters and Community Happen Here!

www.architekturgalerie-muenchen.de

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