CUBE Wien · 03|20

44 BÜRO SPEZIAL gestalterischen und technischen Komponenten das Optimum vonWollen und Können erfüllen. Das Unternehmen Siemens vollzieht gerade einen solchenWechsel und beordert 140.000Mitarbei- ter längerfristig für zwei bis drei Tage proWoche in das Homeoffice. Um diesen Gedanken ebenso auf andere Unternehmen auszuspielen, müssen die Voraussetzungen für eine Kultur geschaffen werden, die das Homeoffice nicht nur duldet, son- dern als ein fest verankertes Arbeitsmodell etab- liert. Denn eines scheint sicher, die Arbeitswelt wird kaummehr vergangenen Regularien folgen. Das Coronavirus schaffte, was bisher noch kei- nemVirus seit dem 2. Weltkrieg gelang. Beinahe jedes Land geriet in einen Ausnahmezustand und folgte einem sogenannten partiellen Shutdown. Um eine halbwegs gesicherte Fortführung des Geschäftsbetriebs beizubehalten, verlagerte sich das Arbeiten in eilig und zumeist provisorisch eingerichtete Heimarbeitsplätze. Hardware be- kam irgendwo seine Daseinsberechtigung, ohne jedoch im gesamtheitlichen Sinne auf Umgebung geschweige denn Ästhetik zu achten. Vier Monate nach Bekanntwerden der Pande- mie lässt sich resümierend feststellen, dass die daraus resultierenden Konsequenzen von uns allen in vielerlei Hinsicht Großes abverlangt. Als gravierend zeigten sich vor allem Ängste um die Existenz, menschliche Isolation oder das Arbeiten in den eigenen vier Wänden, während zur gleichen Zeit Kinder und Partner ebenfalls ihren Platz beanspruchten. Der ungewollte und mit Lichtgeschwindigkeit vollzogene Wechsel in das Homeoffice warf viele Fragen auf, aber besonders jene, ob nicht auch zukünftig mehr von Zuhause gearbeitet werden kann und wie die © Smartfurniture © Sedus © Cassina MASSENEXPERIMENT HOMEOFFICE Ein Virus veränderte ad hoc unsere Arbeitswelten

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