CUBE Wien · 03|20

26 der Barmherzigkeit und der Kindergarten bekam Grün als Ersatz für Wiese undWald. Drei Farben, die in unterschiedlicher Tonalität und ergänzt durch weitere Farben des Regenbogens ebenso von denWänden der Loggien leuchten. Dadurch präsentiert sich das lang gestreckte Gebäude ab- wechslungsreich, farbenfroh und geordnet. Ruhe bringen die zarten Grautöne der hervorstehenden Fassadenelemente und das durch Lisenen geord- nete Fensterraster der Zwischenzone. Die hier Eine innerstädtische Brache zu bebauen, stößt nie nur auf Zuspruch. Umso wichtiger, neben den Bauherrenwünschen auch das Miteinander in die Gestaltung und Planung einzubeziehen. Gute Nachbarschaft soll zwischen den verschie- denen Nutzern eines Gebäudes ebenso wie zu den seit langem ansässigen Anwohnern entstehen. Das lange, schmale Grundstück direkt an der Vorortlinie der Österreichischen Bundesbahn, das an der Böschung von einer Bruchsteinmauer von OttoWagner mitsamt denkmalgeschütztem Geländer begrenzt wird, war so eine Brache. Auf ihr sollte ein Gebäude entstehen, das Gewerbe und Wohnen vereint, in dem ein Tagespflege- zentrum des Fonds Soziales Wien ebenso seine Räume findet, wie ein Kindergarten und ein Se- minarzentrum für das Haus der Barmherzigkeit. „Die Nutzungen sollten ablesbar sein und eine eigene Identität haben“, beschreibt Christoph Lechner vomArchitekturbüro Cehl. Die Räum- lichkeiten der sozialgewerblichen Nutzer im Erdgeschoss liegen hinter Fassaden, die in den jeweiligen Firmenfarben gehalten sind – Orange für den Fonds Soziales Wien, Blau für das Haus © DYWIDAG WOHNGEBÄUDE ALLE UNTER EINEM DACH Fotos: Wolfgang Thaler Die verschiedenen Nutzungen sind diesem Gebäude schon von außen anzusehen

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