CUBE Wien · 03|20

24 vielleicht auf einer der einladenden Sitzstufen verweilt haben. Das Grün fließt in einen Innen- hof, um den sich die dynamisch geschwungenen Baukörper schließen. Was wie eine beschützende Geste wirkt, engt auch ganz am Ende nicht ein, wo die beiden Gebäudearme aufeinandertreffen und sich zu einer Einheit verbinden. Denn der Zugang zum Stadtraum bleibt auch hier erhal- Wohnen oder arbeiten, einkaufen oder erholen? Eine Stadt führt scheinbar Widersprüchliches zu- sammen. Mal intensiver, mal weiter voneinander getrennt. Als neues Stadtquartier geplant, sollte sich das Messecarree Wien in das vorhandene Gefüge des Bezirks einpassen. Wohnungen, Ge- schäfte, Parks, Büros sollten sich wie selbstver- ständlich einfinden, dort, wo in unmittelbarer Nachbarschaft die Hallen der Messe Wien stehen, die Trabrennbahn Krieau sich ausdehnt und an der Wirtschaftsuniversität studiert wird. Dort, wo mit Prater und Donau die Erholung nahe liegt. Verdichtung bedeutet hier, unterschied- liche Nutzungen in einemGebäudekomplex zu vereinen. Für die MC Eins Investment, einer Kooperation von Prisma Unternehmensgrup- pe und Wiener Städtische Versicherung, hat das Architekturbüro Tillner &Willinger genau das mit der Fusion von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen realisiert. Entstanden ist ein Quartier im Quartier, das sich in den Stadtraum hinein öffnet und die Merkmale der Stadt unterstreicht. Weit öffnet das Gebäude seine Arme, nimmt alle auf, die über die Freitreppe emporgestiegen sind, WOHNGEBÄUDE FLIESSEND UMFASST Fotos: Rupert Steiner Nah erholen, arbeiten, wohnen mit Blick auf Donau und Prater

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