CUBE Leipzig · 01|21

25 sakraler Welt, zwischen gewünschter Offenheit der Gemeinde und notwendiger Geschlossen- heit für Einkehr, Ruhe und Konzentration. Mit seiner Hülle aus gemauertem Rochlitzer Por- phyr bekennt sich der Bau zu Region und Tra- dition. Durch die Vor- und Rücksprünge in der Schichtung wird die traditionsreiche regionale Baukunst in ein zeitgenössisches eigenständi- ges Gebäude von besonderem emotionalenWert überführt. www.schulz-und-schulz.com Lediglich ein leichtes Gefälle vom Eingang zum Altar umschließt den Altarraum, folgt dabei der Anordnung der Kirchenbänke und erlaubt op- timale Sichtbeziehungen. Der Altarraum ist über fünf Wege mit dem Portal und demTaufstein, demAufstellort der Madon- na, demKirchenfenster (der Stadt), demTaberna- kel und der Kapelle verbunden. Sie unterteilen die Bankreihen in sechs Segmente. Gegenüber vom Kreuz an der Altarrückwand des Künstlers Jorge Pardo ist ein zweites Kreuz als negativer Ab- druck in die große Wandfläche über der Empore eingeschnitten. Es leitet Licht der tiefstehenden Westsonne in den Raum. Die gezielt gesetzte Öffnung des großen Kirchenfensters versinn- bildlicht die Schnittstelle zwischen profaner und ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

RkJQdWJsaXNoZXIy NDcxMjk=