CUBE Köln Bonn · 03|21

24 war, war die Erhaltung des Haupttreppenhauses und der Eingangstür aus Holz“, erklärte Archi- tekt Andreas Brechtel. Doch gemeinsam mit einem Tischler konnten sowohl die Türen als auch die Treppe originalgetreu wiederhergestellt werden. Die defekten Holzfenster tauschte der Tischler durch neue Holzfenster aus, die er zuvor nach altemVorbild hergestellt hatte. Einen Hin- gucker stellt die Beleuchtung im Treppenhaus dar. Der abgehängte Kronleuchter, der sich über Wenn Häuser zu oft um- und angebaut werden, kann das schon mal den ursprünglichen Charme des Gebäudes beeinträchtigen. Nicht so bei dem heutigen Haus Elisabeth in Bad Honnef. Stolz und erhaben präsentiert sich das schmucke Ge- bäude seit seinem Entstehungsjahr 1904, als es von den Himmel & Abels Architekten als Wohn- haus erbaut wurde. Nur sieben Jahre später fand der erste Umbau statt – mit einer Umstruktu- rierung der Grundrisse und dem Anbau eines Wintergartens sowie einer Außentreppe zum Garten hin. Ein Anbau – ebenso groß wie das Hauptgebäude selbst – mit überdachter Terrasse auf der Gartenseite folgte dann 1927. Beim jüngsten Umbau, bei dem das Büro von Brechtel Architekten die Villa, die zuletzt als Wohnheim für geistig behinderte Menschen genutzt wurde, in Mietwohnungen verwandeln sollte, stellten die verschiedenen Bauphasen mit den unterschiedlichen Baumaterialien bezie- hungsweise das heterogene Höhenniveau eine der Herausforderungen dar. Ein Ausgleich konn- te über einen Bodenaufbau und Gefälleplatten geschaffen werden. „Was auch nicht ganz einfach BETREUEN WOHNEN WOHNGEBÄUDE DER CHARME EINER ANDEREN ZEIT Behutsamer Umbau einer Villa mit minimalen Eingriffen in die Bausubstanz Fotos: Constantin Meyer

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