CUBE Köln Bonn · 03|21

22 Hölzern aus regionaler nachhaltiger Forstwirt- schaft ausgeführt. Die seitlichen Brandwände zu den Nachbarhäusern konnten – eine deutsche Premiere – zudem als Massivholzmauern rea- lisiert werden. In das gesamte Skelett und das Sparrendach wurden schließlich eine Zellulose- dämmung aus recyceltem Zeitungspapier einge- blasen. Akustisch optimiert sind die Etagendecken Ökologisches Bauen, das sich nicht nur mit dem Label schmückt, sondern Nachhaltigkeit wirklich ganzheitlich auf allen Ebenen umsetzt, gilt als die Zukunft des Bauens. Dass das nicht zwangsläufig mit einem horrenden Baukostenaufschlag einher gehen muss, zeigt als Best-Practice-Beispiel das Projekt 42! in der Bonner Weststadt – ein Studie- rendenwohnheim, das vomBüro raum für archi- tektur aus Wachtberg für einen privaten Bauher- ren zu einem Low-Budget von unter 1.500€/m² entwofen und realisiert wurde. Ein ganzheitlicher Architekturansatz prägt dabei das Entwurfskon- zept: Allein durch die optimierte Gebäudehülle sollte der Technikaufwand für Heizung, Belüftung und Kühlung auf ein notwendiges Minimum redu- ziert werden. Zugleich sollten Baumaterialien zum Einsatz kommen, die am Ende des Lebenszyklus sortenrein getrennt und der Kreislaufwirtschaft wieder problemlos zugeführt werden können. Das fünfgeschossige Gebäude mit 32 Ein- bis Zweizimmerapartments schließt eine frühere Baulücke. Mit Ausnahme des zentralen Trep- penhauses wurden alle Außen- und Innenwände in einer ökologischen Holzständerbauweise mit WOHNGEBÄUDE GANZHEITLICH NACHHALTIG Fotos: Ives Paduch Einem Studierendenwohnheim gelingt die Symbiose von Architektur, Haustechnik und Nutzern

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