CUBE Köln Bonn · 04|18

18 um zu positionieren. Statt die hohe Glasfassade dem See zuzuwenden, ist sie nun demNordhang zugewandt mit dem Effekt, dass Sommer wie Winter das Sonnenlicht durch das gesamte Haus scheinen kann. Damit der gesamte Wohnraum des kleinen Hauses von diesem Effekt profitiert, hat das Architektenteam viel Transparenz und Durchblicke berücksichtigt, die es erlauben, aus allen Räumen die vielfältige Landschaft zu erleben. Das Ergebnis ist ein Baukörper in Trichterform, dessen innere Organisation sich aus der Hanglage ergibt: Das Erdgeschoss wird Das feine, kleine Wohnhaus von mvm + starke architekten ist schon an sich reizvoll und außer- gewöhnlich, doch erst mit Blick in die ebenso reizvolle und außergewöhnliche Umgebung erschließt sich dem Betrachter der wesentli- che Entwurfsgedanke des Architektenteams aus Köln: Das Grundstück liegt an einem stark ansteigenden Nordhang am Südufer des Stau- beckens Heimbach im Südwesten von Köln mit Blick auf den Meuchelberg, ein Naturschutzge- biet auf der gegenüberliegenden Seeseite. Gleich- wohl das rund 1.300m 2 große Grundstück bau- rechtlich in den Außenbereich fällt, wurde einer Baugenehmigung lediglich aufgrund der bereits bestehenden „Wochenendhausbebauungen“ aus den 1950er-Jahren zugestimmt. Schien der Nordhang, der zwischen Sonne und Haus emporsteigt, als nahezu unlösbare Heraus- forderung, stellte sich bei weiterer Betrachtung heraus, dass imWinter und den Übergangszeiten aufgrund des fehlenden Laubs an den Bäumen die Sonnenstrahlen über den Berg hinweg denWeg auf das Grundstück finden. Das veranlasste die Architekten, das Haus vermeintlich falsch her- WOHNGEBÄUDE MITTEN IN DER NATUR Fotos: Bernd Nörig Ein „Einraumhaus“ als Antwort auf die Umgebung

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