CUBE Köln Bonn · 04|18

10 Innenraum wird der Gebäudeversatz in Form unterschiedlicher Raumhöhen erlebbar: Der Ess- bereich bekam Luft nach oben und verbindet die beiden Geschosse. In den Kinderzimmern wurden im Dachraum erhöhte Schlafemporen möglich. Helle, homogen gestaltete Wand- und Deckenflächen bieten die Bühne für das Licht- und Schattenspiel über die großformatigen Fenster im Dach und der Fassade. Holz wur- de als natürlicher, warmer Baustoff für taktile Oberflächen wie Böden, Abdeckungen und Fensterprofile eingesetzt. Sich die Topografie zu eigen machen – so könnte man das Hauskonzept auf 185m² Wohnfläche mit zwei ebenerdig gelegenen Geschossen von dem Büro Grosche Burgmer Architekten be- schreiben. Von der Straße aus betritt man eine Galerie mit Zugang zu den Individualräumen für die Eltern und Kinder sowie einen Bereich zum Arbeiten. Diese Räume sind eher introvertiert und geschützt konzipiert. Das untere Geschoss orientiert sich mit seinem offenenWohnbereich zur Landschaft mit Weitblick in die bergische Umgebung. Eine Stahltreppe mit offenen Tritt- stufen aus Holz verbindet die Ebenen mitein- ander. Deren filigranes Geländer findet seine Entsprechung an der Galerie. Die zwei zueinander versetzten Baukörper fas- sen talseitig zum einen die Terrasse als in das Raumkonzept integrierten Freiraum. Hierbei verbinden raumhohe verglaste Schiebelemen- te innen und außen. Zum anderen bildet der Versatz einen eindeutigen Eingangsbereich am hangseitigen oberen Geschoss aus. Die geringe Baukörpertiefe der beiden Hälften ermöglicht zudem eine optimale natürliche Belichtung. Im WOHNGEBÄUDE BÜHNE FÜR LICHT UND SCHATTEN Fotos: Natalie Bothur Wohnhaus am Hang für eine Familie mit zwei zueinander versetzten Baukörpern

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