CUBE Köln Bonn · 02|18

22 Rückbau des Altarbereichs um zwei Stufen auf die ursprüngliche Höhe, der Neugestaltung der Prinzipalstücke – Altar, Kanzel und Taufbecken – und der Erweiterung in den Kirchenraumwird dieser neu definiert und verbindet sich fließend mit dem Seitenschiff. Der Rückbau der nicht mehr benötigten Empore schafft Platz für die geplante, zentral im Kirchenschiff angeordne- Die 1955 erbaute Heilandkirche an der Domhof- straße in Bonn-Mehlem gehört zum Spätwerk von Otto Bartning (1883-1959). Er gehörte schon in der Weimarer Republik zu den wichtigsten Kirchenarchitekten und gilt als bedeutendster Impulsgeber für den evangelischen Kirchenbau. Durch sein Mitwirken am Wiederaufbau Hel- golands und seine städtebauliche Konzeption für die Internationale Bauausstellung 1957 im Berliner Hansaviertel nahm er aber auch maß- geblichen Einfluss auf die Entwicklung der west- deutschen Nachkriegsarchitektur. Das schlichte aber präzise Raumkonzept der Hei- landkirche war imZuge von Um- und Einbauten im Laufe der Zeit verwässert worden. Lorber Paul Architekten aus Köln waren aus demWettbewerb zur Sanierung und Neugestaltung des Innen- raums als Sieger hervorgegangen und haben die Einrichtung in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde entwickelt und realisiert. Mit dem aktuellen Umbau durch Lorber Paul Architekten wird die Entwurfsidee Bartnings wiederbelebt und mit Blick auf die Anforderungen einer heu- tigen Kirchennutzung weiterentwickelt. Mit dem © Lorber Paul ÖFFENTLICHE GEBÄUDE SO BEHUTSAM WIE RADIKAL Fotos: Stefan Schilling Die Umgestaltung der Heilandkirche ist zeitgemäß und bewahrt die Entwurfsidee von 1955

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